20.07.2026
Nach Abnahme durch die Vertreterversammlung legt die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord den Dienstleistungsbericht für das Geschäftsjahr 2025 vor. Wir berichten über das Unfallgeschehen, die Zusammenhänge mit den Tätigkeiten im Feuerwehrdienst sowie über die finanzielle Entwicklung der HFUK Nord.
Nach Abnahme durch die Vertreterversammlung legt die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord den Dienstleistungsbericht für das Geschäftsjahr 2025 vor. Wir berichten über das Unfallgeschehen, die Zusammenhänge mit den Tätigkeiten im Feuerwehrdienst sowie über die finanzielle Entwicklung der HFUK Nord:
Im Jahr 2025 wurden der HFUK Nord 2.471 Versicherungsfäll gemeldet. Dies sind 156 Fälle weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Unfälle, die in der Zuständigkeit der HFUK Nord verblieben sind, ist ebenfalls gesunken (1.544 in 2025 gegenüber 1.619 in 2024). Betrachtet man die Tätigkeiten im Feuerwehrdienst genauer, so liegt der klassische Unfallschwerpunkt Übungs- und Schulungsdienst mit 35% aller Fälle wieder an erster Stelle. Der Einsatzdienst machte 22% aller Unfälle aus. Im Jahr 2025 wurde der HFUK Nord ein Todesfall angezeigt. Dieser war über den Fonds für nicht unfallbedingte Gesundheitsschäden zu entschädigen.
Bei der Jahresrechnung zeigt sich, dass eine im Haushaltsplan vorgesehene Entnahme aus den Betriebsmitteln von 1.087.600 Euro nicht in voller Höhe erfolgen musste. Dennoch war die Entnahme in Höhe von 637.104 Euro erheblich. Trotz gesunkener Unfallzahlen sind die Aufwendungen im Leistungsbereich gestiegen.
In der Prävention wurden wieder zahlreiche verschiedene Seminare und Schulungen durchgeführt. Neben den Angeboten in Präsenz gab es auch Schulungen im Online-Format, die sehr guten Zuspruch verzeichnen konnten. Mit verschiedenen Unfallverhütungsaktionen und Präventionsprojekten hat die HFUK Nord auch im Jahr 2025 wichtige Beiträge für mehr Sicherheit und Gesundheit im Feuerwehrdienst geleistet.
Intensiv weiterentwickelt wurde unser Präventionsschwerpunkt zu den Auswirkungen des Klimawandels für den Feuerwehrdienst: Mit der Befragung „SiGeFEx“ hat die HFUK die Feuerwehren zum Thema „Extremwetterereignisse“ befragt. Die Erhebung fand deutschlandweit einen großen Anklang. Aus den Ergebnissen der Befragung ergeben sich wichtige Ansätze für unsere zukünftige Präventionsarbeit. Zudem wurden mit dem Poster „Vegetationsbrandbekämpfung“ und dem Medienpaket zum Thema „Einsätze nach Extremwetterereignissen“ wichtige Ausbildungsmaterialien für die Feuerwehren herausgebracht. Mit zwei neuen Ausgaben unserer Schrift „Der Sicherheitsbrief“ und einem Comic für die Unfallverhütung im Kinderfeuerwehrdienst wurden weitere wichtige Präventionsmedien erstellt.
Besonderer Höhepunkt der Präventionsarbeit war die erstmalige Durchführung eines neuen Tagungsformates, dem ersten „HFUK-Fokustag Prävention“. Diese Tagung, die regionale und bundesweite Themen der Sicherheit und Gesundheit im Feuerwehrdienst in den Mittelpunkt stellt, war mit mehr als 160 teilnehmenden Fach- und Führungskräften der Feuerwehren ausgebucht. Als Veranstaltungsort wurde Hamburg gewählt. Die Veranstaltung bot neben den Fachvorträgen viele Möglichkeiten zum Netzwerken und für den persönlichen Austausch.
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wurde die digitale Kommunikation weiter ausgebaut. Für die HFUK Nord-App wurden neue Funktionen eingeführt, die u.a. die Kommunikation mit den Versicherten erleichtern. Beispielsweise lassen sich nun Belege digital einreichen. Der WhatsApp-Infokanal der HFUK Nord hat innerhalb kurzer Zeit mehr 1.000 Follower gewonnen.
Die Mitglieder der Selbstverwaltung der HFUK Nord in Vorstand und Vertreterversammlung können ebenfalls auf ein arbeits- und abwechslungsreiches Jahr zurückblicken. In 2025 stellten die Selbstverwaltungsorgane die Weichen für die zukünftige Führung der HFUK Nord. Die Vertreterversammlung wählte im November mit Christian Heinz den Nachfolger von Gabriela Kirstein, die als Geschäftsführerin am 30.06.2026 aus dem Amt ausscheiden und in den Ruhestand eintreten wird.
In der Verwaltung hat im Jahr 2025 die Einführung von Fachanwendungen auf SAP-Basis begonnen. Dies ist allerdings erst der Anfang größerer Umstellungsprozesse der Hard- und Software, die in den Jahren 2026 und 2027 anstehen. Erforderlich werden diese umfangreichen Änderungen, weil die Anwendergemeinschaft der Unfallkassen, in der die HFUK Nord Mitglied ist, dem System Nova beigetreten ist, das von einigen Berufsgenossenschaften bereits betrieben wird. Ziel ist die bundesweite Reduzierung und teilweise Harmonisierung der IT-Fachanwendungen der Unfallversicherungsträger.
Über das Unfallgeschehen, die Zusammenhänge mit den Tätigkeiten im Feuerwehrdienst und die finanzielle Entwicklung der HFUK Nord informieren wir detailliert in dem hier verlinkten Dienstleistungsbericht 2025.
Wir wünschen eine interessante Lektüre.
Sie finden hier eine Übersicht mit dem aktuellen wie auch älteren Dienstleistungsberichten der HFUK Nord.
Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)
Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de
Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
Bertha-von-Suttner-Straße 5
19061 Schwerin
Institutionskennzeichen: 121 390 059