Vor dem Hintergrund der vielfältigen und teilweise starken Belastungen brauchen Feuerwehrangehörige ein gesundes Herz, um leistungsfähig zu sein und den Feuerwehrdienst möglichst unbeschadet zu absolvieren. In Sachen Herzgesundheit ist es vor allem sinnvoll, seine Grenzen genau zu kennen und diese zum jeweiligen Zeitpunkt richtig einschätzen zu können. Um über das Thema Herzgesundheit und -erkrankungen zu informieren, startet die HFUK Nord die Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen der DGUV im Frühjahr 2026, mit der sich grundsätzlich alle Feuerwehrangehörigen angesprochen fühlen sollen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nicht nur Ursache für gesundheitliche Beschwerden, sondern auch für die häufigste Todesursache in Deutschland:
Mit Blick auf die Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen lässt sich feststellen, dass diese aufgrund ihrer personellen Zusammensetzung den sogenannten „Querschnitt der Bevölkerung“ relativ gut abbilden. Die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist demzufolge auch hier gegeben.
Die Statistiken der Unfallkassen und Feuerwehr-Unfallkassen zeigen, dass Ereignisse mit Herz-Kreislauf-Problemen bzw. -Erkrankungen oder gar Todesfälle ein nicht seltenes Ereignis im Feuerwehrdienst darstellen. In den Unfallschilderungen tauchen dann oftmals die Begriffe „Erschöpfung“, „Schwindel“, „Schwächeanfall“ oder „Zusammenbruch“ auf. Manchmal kann ein Herzinfarkt die Ursache sein. Die gesammelten Erkenntnisse aus den Unfallermittlungen zeigen, dass Herzinfarkte im Dienst oftmals positiv ausgingen, weil in diesem Moment geschulte Einsatzkräfte oder Rettungsdienste vor Ort waren. Dadurch konnten die Infarkt-Symptome schnell erkannt und umgehend professionell Hilfe geleistet werden.
Ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist für Feuerwehrangehörige ausschlaggebend, um den körperlichen und geistigen Belastungen bei Übungen und Einsätzen Stand halten zu können. Mit einem gesunden Herzen gehen vor allem ganz persönliche Vorteile wie stärkere Leistungsfähigkeit, höhere Konzentration, bessere Erholung oder erhöhte psychische Stärke einher.
Eine Initiative für die freiwilligen Feuerwehren
Die
HFUK Nord möchte in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Feuerwehren und
Hilfeleistungsorganisationen der DGUV (SG FwH) mit der Initiative „Herzgesunde
Feuerwehren“ auf die Bedeutung des wichtigsten Organs des Körpers aufmerksam
machen. Über mehrere Aktionen und Teilprojekte soll für das Thema
„Herzgesundheit“ über einen längeren Zeitraum aufmerksam gemacht und auf
vielfältige Art und Weise darüber informiert werden. Dabei stehen präventive
wie auch gesundheitsförderliche Ansätze gleichermaßen im Mittelpunkt der
Initiative.
Dabei richtet sich die Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ an
Herzgesundheit geht uns alle an!
Mit
der Initiative und damit verbundenen Aktionen und Maßnahmen ist eine aktive
Einbindung aller Feuerwehrangehörigen beabsichtigt, damit jede und jeder Feuerwehrangehörige
sich nicht nur gedanklich mit eventuellen Themen wie gesunder Lebensstil oder
Herzerkrankungen auseinandersetzt, sondern auch selbst in der Lage ist,
rechtzeitig zu handeln, wenn Bedarf besteht. Denn die Gefahr besteht, dass sich
nicht jede bzw. jeder über eventuelle eigene Herz-Probleme im Klaren ist.
Wenn man bedenkt, dass Herzbeschwerden und Herz-Kreislauf-„Unfälle“ mit einem erheblichen Gesundheitsrisiko einhergehen und der Tatsache, dass ein gesundes Herz die Grundvoraussetzung ist, um den teilweise extremen Anforderungen im Einsatz standzuhalten, ist die Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ in mehrfacher Hinsicht sinnvoll und kann auf unterschiedliche Art und Weise für Angehörige freiwilliger Feuerwehren besonders hilfreich sein.
Sich ein Herz fassen und gesund bleiben!
Auf
dieser Seite werden Sie ab Frühjahr 2026 beginnend immer wieder neue praxisbezogene
Materialien und weiterführende Informationen erhalten, die in Sachen
Herzgesundheit nützlich sein und somit einen Beitrag zur Unfallverhütung im
Feuerwehrdienst leisten können.
Ansprechpartner der Initiative „Herzgesunde Feuerwehr“
Hanseatische
Feuerwehr-Unfallkasse Nord
Referent für
Gesundheitliche Prävention
Jens-Oliver
Mohr
Email:
mohr@hfuk-nord.de
Telefon:
0431/99074823
Sachgebiet
Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen der DGUV
web:
www.dguv.de/fb-fhb/sachgebiete/feuerwehren/index.jsp
Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)
Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de
Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
Bertha-von-Suttner-Straße 5
19061 Schwerin
Institutionskennzeichen: 121 390 059