Entscheidungshilfe für Gesundheitliche Eignung und Funktion in der Feuerwehr - überarbeitet Version 2.0

 
 
Entscheidungshilfe für Gesundheitliche Eigung und Funktion in der freiwilligen Feuerwehrzoom

„Die körperliche Eignung ist durch einen Arzt festzustellen.“ So bzw. so ähnlich lautet die Formulierung in den Unfallverhütungs- und Feuerwehrdienstvorschriften. Was einfach klingt, erweist sich in der Praxis für die Feuerwehren oftmals schwer handhabbar. Bei den Atemschutzgeräteträgern, die nach dem BG-Grundsatz 26 untersucht werden, ist es noch relativ eindeutig - bei der Eignungsfeststellung für die übrige Feuerwehr-Mannschaft blieb bisher viel Interpretationsspielraum: Wer soll denn nun was und nach welchen Kriterien untersuchen?

Mit der Veröffentlichung der „Entscheidungshilfe zur gesundheitlichen Eignung und Funktion in der Feuerwehr“ brachte die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord) 2012 erstmals ein Hilfsmittel für Ärzte und Führungskräfte heraus, das es ermöglicht, eine umfassende Beurteilung der gesundheitlichen Eignung für bestimmte Funktionen im Feuerwehrdienst vorzunehmen.

Die Entscheidungshilfe stellte damals ein Novum dar. Zwischenzeitlich hat sie sich in der Praxis etabliert und bewährt. Wie jedoch in allen Bereichen der Feuerwehr, so gab es auch bei den rechtlichen Grundlagen zur Beurteilung der Eignung einige Änderungen. Darüber hinaus mussten verschiedene Bewertungskriterien überarbeitet oder angepasst werden. Die entsprechenden Änderungen wurden in die vorliegende Entscheidungshilfe 2.0 eingearbeitet.

Fachlich unterstützt wurde die HFUK Nord hierbei wieder von einem Expertengremium, bestehend aus Ärzten und Führungskräften der Feuerwehr, bei denen wir uns hiermit herzlich für ihre Unterstützung bedanken.

Funktionen in der Feuerwehr werden aufgesplittet
Die „Entscheidungshilfe“ verfolgt den Ansatz, die Funktionen innerhalb der Feuerwehr weit aufzusplitten, was dazu führt, dass Feuerwehrangehörige mit gesundheitlichen Einschränkungen spezialisierte Funktionen im Ausbildungs-, Einsatz- und Logistikbereich innerhalb der Feuerwehr wahrnehmen können. 

Zwei Wege zur Beurteilung
Bei der Beurteilung gibt es zwei Wege, um zu einem Ziel zu gelangen: Zum einen kann der untersuchende Arzt eine generelle Eignungsuntersuchung vornehmen, bei der er von der höchsten gestellten Anforderung ausgeht; zum anderen kann er eine Untersuchung vornehmen, die sich nach den Eignungskriterien für eine bestimmte, vorher festgelegte, Funktion ausrichtet. Damit können sich auch Ärzte, die den Feuerwehrdienst nicht so genau kennen, in die Materie "einlesen" und von der fachlichen Beurteilung ihrer Kollegen profitieren. An der „Entscheidungshilfe“ haben Arbeitsmediziner und weitere Fachärzte, die das Feuerwehrmetier kennen, mitgearbeitet und geben ihren Berufskollegen eine Hilfe für den richtigen Untersuchungsansatz in der Praxis.

Keine Vorschrift, sondern Hilfe
Die HFUK Nord macht gleichzeitig klar: Die „Entscheidungshilfe“ ist keine weitere und auch keine rechtsverbindliche Vorschrift zur Gesundheitsvorsorge, sondern eine Initiative, gesetzliche Regelungen für die Praxis handhabbarer zu machen. Sie stellt für die Entscheidungsträger (Feuerwehrführer, Mediziner u.a.) eine fachliche Argumentationshilfe dar und macht eine fundierte Entscheidung leichter, nimmt dem Träger der Feuerwehr (Gemeinden) bzw. deren Beauftragte (Wehrführung) aber die Verantwortung nicht ab. Der mit der Eignungsuntersuchung beauftragte Arzt ist zwar nach wie vor verantwortlich für seine fachliche Entscheidung, erhält jedoch wertvolle Hinweise, wie er wen und in welchem Umfang zu untersuchen hat.

Die vollständige „Entscheidungshilfe“ finden Sie hier als PDF-Datei zum Herunterladen.

Hinweis: Die Entscheidungshilfe bieten wir derzeit nur zum Herunterladen an, es können keine gedruckten Exemplare versendet werden!


Vordrucke „Untersuchungsauftrag für den Arzt“ und„Untersuchungsergebnis zur Funktion und Eignung“
Wir haben zwei Vordrucke entwickelt, welche genutzt werden können, um einer Ärztin bzw. einem Arzt einen Auftrag zur Untersuchung von Feuerwehrangehörigen zu erteilen und in dem die Ärztin bzw. der Arzt die Untersuchungsergebnisse eintragen kann.

Die Vordrucke können online bearbeitet und heruntergeladen werden.

1. „Untersuchungsauftrag für den Arzt“
2. „Untersuchungsergebnis zur Funktion und Eignung“

Bitte die Vordrucke in dreifacher Ausfertigung ausdrucken (1. für die Gemeinde/ Feuerwehr, 2. für die zu untersuchende Person, 3. für den Arzt).

Wir möchten nochmals auf die Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen hinweisen und bitten darum, Unterlagen mit personenbezogenen Daten nur in verschlossenen Umschlägen weiterzugeben.

 
 
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