HFUK Nord legt Dienstleistungsbericht für das Jahr 2020 vor

22.06.2021

Nach Abnahme durch die Vertreterversammlung legt die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord den Dienstleistungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 vor. Der Bericht kann ab sofort heruntergeladen werden.

Dienstleistungsbericht 2020 der HFUK Nordzoom

Nach Abnahme durch die Vertreterversammlung legt die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord den Dienstleistungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 vor.

Die Verbreitung des Coronavirus und landesweite Pandemielage mit den einhergehenden Einschränkungen führten im Jahr 2020 zu einer grundlegenden Veränderung des Dienstbetriebes in den Feuerwehren. Der Erhalt der Einsatzbereitschaft hatte oberste Priorität, anderweitige dienstliche Aktivitäten wurden massiv zurückgefahren. Diese Veränderungen hatten auch deutliche Auswirkungen auf das Unfallgeschehen: Im Jahr 2020 wurden der HFUK Nord 1.412 Versicherungsfälle gemeldet. Dies sind 968 Fälle weniger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.

Betrachtet man die Tätigkeiten im Feuerwehrdienst genauer, so ist der Einsatzdienst mit mehr als der Hälfte aller Unfälle der Schwerpunkt. Die klassischen Unfallschwerpunkte wie der Übungs- und Schulungsdienst sowie die dienstlichen Veranstaltungen traten hingegen deutlich in den Hintergrund.
Todesfälle sind im Berichtszeitraum glücklicherweise nicht eingetreten.

Die Jahresrechnung 2020 ist insgesamt positiv ausgefallen. Durch Minderausgaben, in erster Linie bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die in dieser Größenordnung nicht im Voraus planbar waren, wurde eine nicht erwartete Zuführung zu den Betriebsmitteln möglich. Deutlich weniger Ausgaben wurden z.B. in den Bereichen Reha, Entschädigung sowie bei den Veranstaltungen und Seminaren getätigt.

In der Prävention mussten zwar coronabedingt viele Veranstaltungen, Seminare und Schulungen abgesagt oder verschoben werden, dafür gab es einen sehr hohen Beratungsbedarf der Feuerwehren in Sachen Infektionsschutz und Pandemieplanung. Trotz aller Unwägbarkeiten konnten wichtige Präventionsprojekte für die Feuerwehren erarbeitet und gestartet werden: Mit der Aktion „Richtig Absitzen“ wollen wir schwere Unfälle beim Aussteigen aus dem Feuerwehrfahrzeug verhindern.
Neue Medien zum Thema „Psychische Belastung“ (Unterweisungshilfe mit Unterrichtseinheit) und zur Einsatznachbereitung (Taschenkarte für Führungskräfte) haben wir auf den Weg gebracht.
Eine weitere Unfallverhütungsaktion der HFUK Nord soll Unfälle mit Teleskopstativen verhindern helfen.

Mit einem neuartigen Online-Tool unterstützen wir zukünftig die Planung und Durchführung des Dienstsports nach einem einfachen „Baukasten-Prinzip“.

Die vielfach genutzte Software „Riskoo“ zur Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrdienst wurde um das Modul „Übungsplanung“ erweitert.

Im Fokus unserer Präventionsarbeit stand zudem im Jahr 2020 weiterhin das Thema „Hygiene und Kontaminationsvermeidung“. Die breit angelegte Aufklärungsaktion der HFUK Nord zu Hygienemaßnahmen, die im vergangenen Jahr gestartet wurde, beinhaltete in diesem Jahr die Produktion weiterer Medien wie die eines Videoclips sowie einer Broschüre.

Über das Unfallgeschehen, die Zusammenhänge mit den Tätigkeiten im Feuerwehrdienst und die finanzielle Entwicklung der HFUK Nord informieren wir detailliert in dem hier verlinkten Dienstleistungsbericht 2020.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

Sie finden hier eine Übersicht mit dem aktuellen wie auch älteren Dienstleistungsberichten der HFUK Nord.