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Sicherheitsbeauftragte in den Feuerwehren: Das extra Paar Augen für den Arbeitsschutz

26.10.2026

In den meisten Feuerwehren kurz „SiBe“ genannt, sind Sicherheitsbeauftragte eine feste Institution und haben wichtige Funktionen inne, die dem Schutz der Gesundheit der Feuerwehrangehörigen dienen. Sie stehen gerade in dieser dunkleren Jahreszeit mit den jährlichen Sicherheitsunterweisungen besonders im Fokus der Kameradinnen und Kameraden. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die wichtigen Aufgaben der "SiBes" sowie auch einen Ausblick auf geplante politische Änderungen im Zusammenhang mit den Expertinnen und Experten für Sicherheit und Gesundheit in den Wehren.

Bild: Christian Heinz / HFUK Nordzoom
Bild: Christian Heinz / HFUK Nord

In den meisten Feuerwehren kurz „SiBe“ genannt, sind Sicherheitsbeauftragte eine feste Institution und haben wichtige Funktionen inne, die dem Schutz der Gesundheit der Feuerwehrangehörigen dienen. Sie stehen gerade in dieser dunkleren Jahreszeit mit den jährlichen Sicherheitsunterweisungen besonders im Fokus der Kameradinnen und Kameraden. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die wichtigen Aufgaben der "SiBes" sowie auch einen Ausblick auf geplante politische Änderungen im Zusammenhang mit den Expertinnen und Experten für Sicherheit und Gesundheit in den Wehren.

Unverzichtbar: Sicherheitsbeauftragte in den Feuerwehren
Die Unterstützung der Wehrführung durch Sicherheitsbeauftragte ist eine gute Sache – da ist eine Person, die besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen legt. Denn Bürgermeisterin bzw. Bürgermeister sind vielerorts, die Wehrführung einer freiwilligen Feuerwehr ist in der Regel immer ehrenamtlich tätig. Sie haben eine Vielzahl von Aufgaben, die Verantwortung ist groß. "SiBes" haben dabei eine beratende Funktion für die Wehrführung, die schließlich ein großes Interesse daran hat, dass alle ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen gesund und unverletzt aus dem Dienst wieder nach Hause kommen.

An dieser Stelle werfen wir einen Blick auf die vielfältigen Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten:

  • Beratung des Trägers der Feuerwehr in allen Fragen der Unfallverhütung
  • Schulung und Ausbildung der Feuerwehrangehörigen
  • Feuerwehrangehörige dazu anhalten, Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten
  • Sicherheits- und Gesundheitsgefahren im Feuerwehrdienst erkennen
  • Erkannte Mängel melden
  • Unterstützung beim Ausfüllen der Unfallanzeige nach Eintritt eines Unfalles

Bei den Schulungen zum Unfall und Gesundheitsschutz durch die Sicherheitsbeauftragten kann es ein weiterer Vorteil sein, wenn die Vorschriften von Personen vermittelt werden, die keine Vorgesetzten sind, sondern mit den übrigen Feuerwehrangehörigen auf Augenhöhe kommunizieren.

Unverzichtbar: Sicherheitsbeauftragte beraten, schulen, informieren und unterstützen in Sachen Sicherheit. (Bild: Jürgen Kalweit / HFUK Nord)zoom
Unverzichtbar: Sicherheitsbeauftragte beraten, schulen, informieren und unterstützen in Sachen Sicherheit. (Bild: Jürgen Kalweit / HFUK Nord)

Bürokratieabbau – zu Lasten der Sicherheit und Gesundheit in den Feuerwehren?
Bürokratieabbau, Entbürokratisierung – diese Begriffe sind derzeit in aller Munde. Dabei betrachtete der Gesetzgeber auch den Arbeitsschutz – und hat durch eine Änderung der Vorschriften im Siebten Buch Sozialgesetzbuch dafür gesorgt, dass die Pflichten zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten gelockert werden. Das Sicherheitsniveau soll trotzdem erhalten bleiben. Wie soll das funktionieren? Für die Feuerwehren eine berechtigte Frage. So mag diese Rechnung zwar für bestimmte Branchen und Betriebe aufgehen und eine Entlastung bedeuten – für Tätigkeiten wie den gefahrvollen Feuerwehrdienst dürfte die Reduzierung von Sicherheitsbeauftragten kaum eine positive Wirkung entfalten, eine Entlastung ist schon gar nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Dort, wo ehrenamtlich tätige Führungskräfte in den Wehrleitungen und Wehrführungen ihren verantwortungsvollen Dienst verrichten, ist das „extra Paar Augen für die Sicherheit“ in Person der Sicherheitsbeauftragten ein absoluter Gewinn und schafft Entlastung. 

Ein Plädoyer für die Sicherheitsbeauftragten in den Feuerwehren - Qualifizierung ohne Extrakosten
Sicherheitsbeauftragte sind ein wichtiger Faktor in allen freiwilligen Feuerwehren. Sie schaffen einen Mehrwert und sorgen für Entlastung der ohnehin schon stark geforderten ehrenamtlichen Wehrführungen. Die HFUK Nord steht voll hinter dem System der Sicherheitsbeauftragten. Sicherheitsbeauftragte werden durch die HFUK Nord für ihre Aufgaben qualifiziert. So werden sie in einem Grundlehrgang auf ihre Aufgabe vorbereitet. Zur Auffrischung der Kenntnisse gibt es später einen Fortbildungslehrgang. Weitere Schulungen erfolgen durch die Kreissicherheitsbeauftragten bzw. Kreisbrandmeister Sicherheit. 

Die Kosten für die Schulungen (Seminarstätte, Referenten, ggf. Unterbringung und Verpflegung) werden durch die HFUK Nord getragen und den Gemeinden nicht gesondert in Rechnung gestellt. Werden Sicherheitsbeauftragte durch die Gemeinde für eine Feuerwehr bestellt, so erfolgt die Qualifizierung in jedem Fall. Größenbetrachtung oder -beschränkung der Feuerwehr werden durch die HFUK Nord nicht vorgenommen. Sicherheitsbeauftragte bzw. die, die es werden wollen, sind willkommen – im Sinne der guten Sache der Sicherheit und Gesundheit der Feuerwehrangehörigen.

Weitere Informationen zum Thema Sicherheitsbeauftrage findet man hier: 

Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)

Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de

Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
Bertha-von-Suttner-Straße 5
19061 Schwerin

Institutionskennzeichen: 121 390 059