Herzschlag für die Sicherheit: Warum regelmäßige Bewegung keine Nebensache ist

27.07.2026

Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ macht die HFUK Nord auf das wichtigste Organ des Menschen aufmerksam und informiert über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen werden fortan unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit aufgegriffen. Heute geht es um das Thema „Regelmäßige Bewegung“.

Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nordzoom
Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nord

Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ macht die HFUK Nord auf das wichtigste Organ des Menschen aufmerksam und informiert über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen werden fortan unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit aufgegriffen. Heute geht es um das Thema „Regelmäßige Bewegung“. 

Mit diesem ersten Teil der Serie rückt ein zentraler Baustein der persönlichen Gesundheitsvorsorge in den Fokus. Im folgenden Text wird kurz und knapp erläutert, warum regelmäßige Bewegung für Feuerwehrangehörige eine tragende Rolle spielt und wie sie sich wirksam in den Alltag integrieren lässt.

Extrembelastungen im Einsatz
Der Feuerwehrdienst kann unter Umständen eine extreme körperliche Belastung darstellen. Im Ernstfall schnellt der Puls unter schwerem Atemschutz und akutem Stress in die Höhe. Diese Spitzenbelastungen strapazieren das Herz-Kreislauf-System massiv und können im Einsatz immer wieder zu medizinischen Notfällen führen. Vor dem Hintergrund insbesondere der heißen Sommermonate, werden diese Risiken noch verstärkt. Wer also an ein gesundes und leistungsfähiges Herz denkt, kommt nicht darum herum, regelmäßige körperliche Aktivitäten in den Feuerwehrdienst (und in den Alltag) zu integrieren.

Abwechslungsreicher Sport als Präventionsansatz
Regelmäßiger Sport ist ein bedeutender Baustein im Feuerwehrdienst. Und das Schöne daran ist, dass Feuerwehrangehörige in erster Linie ganz privat einen Nutzen daraus ziehen können. Denn ein abwechslungsreiches sowie ausdauer- und kraftbetontes Training garantiert nicht nur die volle Leistungsfähigkeit im Ernstfall, sondern sichert darüber hinaus auch die langfristige Gesundheit der Feuerwehrleute. Das macht sich dann bei vielen alltäglichen Situationen auch abseits des Feuerwehrdienstes bemerkbar und trägt zu einer vitalen Lebensweise entscheidend bei. Von Sport profitiert man zuallererst persönlich am meisten. 

Ein paar Übungen für „zwischendurch“
Wie Sie ein gezieltes Herzgesundheitstraining in den Alltag integrieren, zeigen wir hier anhand zwei exemplarischer Übungen:

  1. Kniebeuge: Gehen Sie in den hüftbreiten Stand und senken Sie das Gesäß kontrolliert ab (wie auf einen Stuhl setzen) und richten Sie sich kraftvoll wieder auf. Machen Sie hiervon 12-15 Wiederholungen bei insgesamt 3 Durchgängen.
  2. Intervall-Gehen: Wählen Sie ich eine Strecke, auf der es für Sie möglich ist, abwechselnd im zügigen Tempo zu gehen (3 Minuten) und schnell zu laufen (1 Minute). Der Umfang sollte zu Beginn bei ca. 20-25 Minuten liegen.

Vorteile eines fitten Herzens Ein regelmäßiges Training für das Herz-Kreislauf-System bewirkt, dass

  • der Herzmuskel gezielt gestärkt wird und somit das Herz bei gleichbleibendem Puls mehr sauerstoffreiches Blut in den Kreislauf bringen kann und somit die Arbeit des Herzmuskels ökonomisiert wird,
  • der Blutdruck gesenkt wird, da sich Gefäße weiten und der Druck der Arterienwände sinkt,
  • die Cholesterinwerte optimiert werden und
  • zu guter Letzt das Risiko für Herzinfarkte gesenkt wird, da Entzündungen abgebaut, Blutfließeigenschaften verbessert, Gefäßwände geschützt und Ablagerungen stabilisiert werden.

Durch regelmäßiges Training werden also nicht nur allgemein „Fitness-Reserven“ gebildet, sondern es entstehen dadurch auch Vorteile, die sich für jeden Feuerwehrangehörigen unmittelbar und alltäglich bemerkbar machen. Weitere Informationen zum Thema Bewegung und wie Sie Dienstsport in der eigenen Wehr planen und umsetzen können, finden Sie unter https://www.hfuknord.de/hfuk/praevention/fachthemen/fitforfire-und-jffit/fitforfire-und-jffit.php.

Für die konkrete Planung und Umsetzung bietet die HFUK Nord das Tool „Dienstsportstunde Online“ an. Hier können sportinteressierte Feuerwehrangehörige schnell und unkompliziert sich nach Baukasten-Prinzip eigene Dienstsportstunden zusammenbauen und direkt anwenden. 

„Herzgesunde Feuerwehren“ – Die Initiative der HFUK Nord
Die HFUK Nord hat in den Jahren 2026 und 2027 als besonderen Präventionsschwerpunkt die Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ ins Leben gerufen. Diese Aktion hat einen besonderen, ernsten Hintergrund: Der Feuerwehrdienst kann dem Körper alles abverlangen und die jeweilige Einsatzkraft bis an die Grenzen ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit bringen. Daher ist ein starkes Herz der wichtigste Baustein, um gesund und fit zu bleiben. Prävention beginnt dabei schon vor dem Alarm: Nur wer auf seine eigene Herzgesundheit achtet, kann den Belastungen Stand halten. Sich vor Erkrankungen oder Unfällen zu schützen, bedeutet auch, sich vor Überlastung zu schützen und sein Risiko durch regelmäßige Vorsorge zu minimieren. Sicherheit beginnt bei der persönlichen Fitness und Gesundheit. 

Die HFUK Nord wird daher mit geeigneten Aktionen und Empfehlungen dazu beitragen, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen zu vermitteln und somit die eigene Gesundheit zu stärken. Weitere Informationen können unter https://www.hfuknord.de/hfuk/praevention/fachthemen/fitforfire-und-jffit/herzgesundheit.php nachgelesen werden.

Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)

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