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Herzschlag für die Sicherheit: Warum „ein paar Kilos“ im Einsatz schnell zum Problem werden können

19.10.2026

Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ informiert die HFUK Nord über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. In diesem Beitrag geht es um das Thema „Übergewicht“.

Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nordzoom
Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nord

Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ informiert die HFUK Nord über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. In diesem Beitrag geht es um das Thema „Übergewicht“. 

Der Dienst in der freiwilligen Feuerwehr verlangt der körperlichen Fitness einiges ab: Bei einer Alarmierung kann der Puls sofort hochschnellen, die Atemfrequenz wird schneller und die dichte Schutzkleidung sowie Hitze führen zum Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen. Das Herz-Kreislauf-System kann dadurch bis an die Grenzen gefordert werden. Muskeln und Organismus kommen auf Hochtouren und müssen oftmals schwere körperliche Arbeit verrichten.

Deutschland nimmt zu
Ein gesundes Herz ist im Einsatz die wichtigste Lebensversicherung. Trägt man allerdings zu viele Pfunde mit sich herum, kann es schnell zu Problemen kommen. Vor allem Übergewicht verursacht ein erhebliches Risiko, wenn es im Ernstfall auf die Fitness ankommt. Weit über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland ist, statistisch gesehen, übergewichtig – ein Trend, der vor den Feuerwehren nicht haltmacht. Im Ernstfall bedeutet dies, dass die eigene Sicherheit durch das höhere Gewicht und dadurch bedingte schnellere Erschöpfung, erhöhten Sauerstoffverbrauch und Unkonzentriertheit gefährdet wird.

Die eigene Sichtweise überdenken
Um die Einsatzfähigkeit und Gesundheit der Wehr langfristig zu sichern, gilt es, auf gezielte Vorbeugung, statt auf Tabus, zu setzen. Um das Gewicht auf einem gesundheitsverträglichen Niveau zu halten und die oben genannten Risiken im Feuerwehrdienst zu vermeiden, spielt allem voran die Eigenverantwortung eine wichtige Rolle. Daneben sind 

  •  regelmäßiger Dienstsport zur Stärkung der Grundlagenausdauer (und anteilig Kraftausdauer) sowie 
  •  eine bewusstere Ernährung, bei der deftige Speisen öfter durch gesunde Alternativen ersetzt werden, wichtige Bausteine.
  • Zudem helfen regelmäßige, niedrigschwellige Gesundheits-Checks (u.a. beim Arzt oder über Gesundheits-Apps) dabei, sich selbst und fortlaufend zu überprüfen und folglich gesundheitliche Risiken wie Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. 
  •  Führungskräfte nehmen hierbei ebenso eine wichtige Vorbildfunktion ein, um gemeinsam einen aktiven und gesunden Lebensstil in der Kameradschaft zu verankern. 

Ein gewichtiges Thema- nicht nur im Ernstfall
Herzgesundheit in der Feuerwehr ist kein reines Privatthema, sondern eine Frage der Sicherheit für die gesamte Truppe, da man sich im Ernstfall auf die körperliche Leistungsfähigkeit des anderen verlassen muss. Die Reduktion von Übergewicht schützt das eigene Leben und stärkt nachhaltig die Schlagkraft einer jeden freiwilligen Feuerwehr, man ist leistungsfähiger, ermüdet langsamer und kann sich länger auf akute und bevorstehende Aufgaben konzentrieren. Lesen Sie hierzu auch das Interview mit Feuerwehrmann Florian Strube aus einem älteren Beitrag ( 3.Teil Mini-Serie: Fit in der Feuerwehr durch gesunde Ernährung: Erfolgreiche Ernährungsumstellung: "Bei Alarm bin ich nachts schneller aus dem Bett" ). 

Die gesundheitlichen Einschränkungen durch Übergewicht beziehen sich nicht nur auf den Feuerwehrdienst, sondern können auch im Alltag zu Herausforderungen und Schwierigkeiten führen, da übermäßige Gelenkbelastung, geringe Alltagsfitness und Kurzatmigkeit zu Problemen bei der Mobilität und Selbstständigkeit verursachen. 

„Herzgesunde Feuerwehren“ – Die Initiative der HFUK Nord
Die HFUK Nord hat in den Jahren 2026 und 2027 als besonderen Präventionsschwerpunkt die Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ ins Leben gerufen. Diese Aktion hat einen besonderen, ernsten Hintergrund: Der Feuerwehrdienst kann dem Körper alles abverlangen und die jeweilige Einsatzkraft bis an die Grenzen ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit bringen. Daher ist ein starkes Herz der wichtigste Baustein, um gesund und fit zu bleiben. Prävention beginnt dabei schon vor dem Alarm: Nur wer auf seine eigene Herzgesundheit achtet, kann den Belastungen Stand halten. Sich vor Erkrankungen oder Unfällen zu schützen, bedeutet auch, sich vor Überlastung zu schützen und sein Risiko durch regelmäßige Vorsorge zu minimieren. Sicherheit beginnt bei der persönlichen Fitness und Gesundheit. 

Die HFUK Nord wird daher mit geeigneten Aktionen und Empfehlungen dazu beitragen, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen zu vermitteln und somit die eigene Gesundheit zu stärken. Weitere Informationen können auf unserer Themenseite zur Herzgesunden Feuerwehr nachgelesen werden.

Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)

Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de

Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
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