19.10.2026
Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ informiert die HFUK Nord über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. In diesem Beitrag geht es um das Thema „Übergewicht“.
Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ informiert die HFUK Nord über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. In diesem Beitrag geht es um das Thema „Übergewicht“.
Der Dienst in der freiwilligen Feuerwehr verlangt der körperlichen Fitness einiges ab: Bei einer Alarmierung kann der Puls sofort hochschnellen, die Atemfrequenz wird schneller und die dichte Schutzkleidung sowie Hitze führen zum Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen. Das Herz-Kreislauf-System kann dadurch bis an die Grenzen gefordert werden. Muskeln und Organismus kommen auf Hochtouren und müssen oftmals schwere körperliche Arbeit verrichten.
Deutschland
nimmt zu
Ein gesundes Herz ist im Einsatz die wichtigste
Lebensversicherung. Trägt man allerdings zu viele Pfunde mit sich herum, kann
es schnell zu Problemen kommen. Vor allem Übergewicht verursacht ein erhebliches
Risiko, wenn es im Ernstfall auf die Fitness ankommt. Weit über die Hälfte der
Erwachsenen in Deutschland ist, statistisch gesehen, übergewichtig – ein Trend,
der vor den Feuerwehren nicht haltmacht. Im Ernstfall bedeutet dies, dass die
eigene Sicherheit durch das höhere Gewicht und dadurch bedingte schnellere
Erschöpfung, erhöhten Sauerstoffverbrauch und Unkonzentriertheit gefährdet wird.
Die eigene Sichtweise überdenken
Um die Einsatzfähigkeit und Gesundheit der Wehr
langfristig zu sichern, gilt es, auf gezielte Vorbeugung, statt auf Tabus, zu
setzen. Um das Gewicht auf einem gesundheitsverträglichen Niveau zu halten und
die oben genannten Risiken im Feuerwehrdienst zu vermeiden, spielt allem voran
die Eigenverantwortung eine wichtige Rolle. Daneben sind
Ein gewichtiges Thema- nicht nur im Ernstfall
Herzgesundheit in der Feuerwehr ist kein reines
Privatthema, sondern eine Frage der Sicherheit für die gesamte Truppe, da man
sich im Ernstfall auf die körperliche Leistungsfähigkeit des anderen verlassen
muss. Die Reduktion von Übergewicht schützt das eigene Leben und stärkt
nachhaltig die Schlagkraft einer jeden freiwilligen Feuerwehr, man ist
leistungsfähiger, ermüdet langsamer und kann sich länger auf akute und
bevorstehende Aufgaben konzentrieren. Lesen Sie hierzu auch das Interview mit
Feuerwehrmann Florian Strube aus einem älteren Beitrag ( 3.Teil Mini-Serie: Fit in der Feuerwehr durch gesunde Ernährung: Erfolgreiche Ernährungsumstellung: "Bei Alarm bin ich nachts schneller aus dem Bett" ).
Die gesundheitlichen Einschränkungen durch Übergewicht beziehen sich nicht nur auf den Feuerwehrdienst, sondern können auch im Alltag zu Herausforderungen und Schwierigkeiten führen, da übermäßige Gelenkbelastung, geringe Alltagsfitness und Kurzatmigkeit zu Problemen bei der Mobilität und Selbstständigkeit verursachen.
„Herzgesunde Feuerwehren“ – Die Initiative der HFUK Nord
Die HFUK Nord hat in den Jahren 2026 und 2027 als besonderen Präventionsschwerpunkt die Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ ins Leben gerufen. Diese Aktion hat einen besonderen, ernsten Hintergrund: Der Feuerwehrdienst kann dem Körper alles abverlangen und die jeweilige Einsatzkraft bis an die Grenzen ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit bringen. Daher ist ein starkes Herz der wichtigste Baustein, um gesund und fit zu bleiben. Prävention beginnt dabei schon vor dem Alarm: Nur wer auf seine eigene Herzgesundheit achtet, kann den Belastungen Stand halten. Sich vor Erkrankungen oder Unfällen zu schützen, bedeutet auch, sich vor Überlastung zu schützen und sein Risiko durch regelmäßige Vorsorge zu minimieren. Sicherheit beginnt bei der persönlichen Fitness und Gesundheit.
Die HFUK Nord wird daher mit geeigneten Aktionen und Empfehlungen dazu beitragen, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen zu vermitteln und somit die eigene Gesundheit zu stärken. Weitere Informationen können auf unserer Themenseite zur Herzgesunden Feuerwehr nachgelesen werden.
Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)
Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de
Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
Bertha-von-Suttner-Straße 5
19061 Schwerin
Institutionskennzeichen: 121 390 059