SONDERMELDUNG: Rekordtemperaturen am kommenden Wochenende – Feuerwehreinsatzkräfte müssen Hitzeschutz beachten

26.06.2026

Für das kommende Wochenende sind extrem hohe Temperaturen angekündigt. Während viele Abkühlung suchen, bedeutet die Hitzewelle für die Feuerwehren absolute Hochsaison und eine enorme körperliche Belastung. Die Kombination aus Schutzausrüstung, praller Sonne und physischer Höchstleistung treibt den Körper schnell an seine Grenzen. Um dem Risiko von Dehydration, Hitzschlag oder Kreislaufkollaps vorzubeugen, müssen im Einsatzdienst geeignete Schutzmaßnahmen greifen.

Bild: Christian Heinz / HFUK Nordzoom
Bild: Christian Heinz / HFUK Nord

Für das kommende Wochenende sind extrem hohe Temperaturen angekündigt. Während viele Abkühlung suchen, bedeutet die Hitzewelle für die Feuerwehren absolute Hochsaison und eine enorme körperliche Belastung. Die Kombination aus Schutzausrüstung, praller Sonne und physischer Höchstleistung treibt den Körper schnell an seine Grenzen. Um dem Risiko von Dehydration, Hitzschlag oder Kreislaufkollaps vorzubeugen, müssen im Einsatzdienst geeignete Schutzmaßnahmen greifen.

Mit steigenden Temperaturen hat auch die Arbeit der Feuerwehren Hochkonjunktur, denn die Zahl der Alarmierungen steigt, wenn es zu Extremwetterereignissen wie lange Hitzeperioden, Dürre oder starkem Niederschlag und Gewittern kommt. Daher empfiehlt die HFUK Nord in diesem Zusammenhang:

  • Einsatzfähigkeit:
    Die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft steht im Vordergrund, daher sollten nicht absolut erforderliche Übungen verschoben werden bis es wieder merkbar abkühlt.
  • Einsatzkleidung:
    Passende Bekleidung für den entsprechenden Zweck wählen (wie bspw. Waldbrand-PSA) sowie den passenden Kopf-, Augen- und Atemschutz.
  • Personaleinsatzeinplanung und Pausengestaltung:
    Unbedingt die Einsatzzeiten auf das absolut notwendige Maß beschränken und rechtzeitig an die Ablösung und Verstärkung der eingesetzten Kräfte denken. Für die eingesetzten Kräfte müssen Erholungspausen eingeplant werden. In der Pause sollte die PSA, die während der Erholung nicht benötigt wird, abgelegt werden. Längeres Antreten bzw. Ansprachen im Stehen sollten ebenfalls vermieden werden.
  • Sonnenschutzmittel:
    Aufgrund der hohen UV-Strahlung müssen freie Stellen mit Sonnencreme eingecremt werden. Caps, Sonnenhüte mit Nackenschutz sind als Kopfschutz in der Pause geeignet.
  • Schattenplätze:
    Die Pausen unbedingt an einem schattigen Platz abhalten, um nicht unnötig und zu lange der Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein.
  • Flüssigkeitszufuhr:
    Da viel Flüssigkeit durch das Schwitzen ausgeschieden wird, müssen Getränke in ausreichender Menge bereitstehen. Wer sichergehen will, sollte bereits vor dem Ausrücken ausreichend trinken (Wasser und verdünnte Saftschorlen), um den Flüssigkeitshaushalt, um einen ersten „Puffer“ für die erste kritische Phase zu haben. Zudem gehören entsprechende Getränkevorräte auf die Einsatzfahrzeuge!
  • Eigenverantwortung:
    Eigene, körperliche Warnsignale wahr- und ernst nehmen (dazu zählen bspw. Tunnelblick, leichter Schwindel oder Kopfschmerzen) und melden. Ggf. sich aus dem Einsatz abmelden, bevor die eigene Gesundheit aufs Spiel gesetzt wird.

Gerade weil Hitzeschäden individuelle Phänomene sind, die sich nahezu „unbemerkt“ entwickeln, ist insbesondere der letzte Punkt „Eigenverantwortung“ von enormer Wichtigkeit. Je genauer eine Einsatzkraft ihre Fähigkeiten und Grenzen einschätzen kann und dies auch dem leitenden Personal mitteilt, desto besser kann sie sich mit ihren individuellen Fähigkeiten einbringen und für Sicherheit im Einsatz sorgen. Falscher Ehrgeiz und sich möglicherweise „durchzubeißen“ sind daher fehl am Platz. Da Einsätze unter Hitze eine Gefahr für das Herzkreislauf-System darstellen, ist es besonders wichtig, auf die Signale des wichtigsten Organs zu hören. 

An dieser Stelle und im Zusammenhang mit der Hitzethematik möchten wir eindringlich auf unsere aktuelle Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ hinweisen:
Ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist für Feuerwehrangehörige ausschlaggebend, um mit voller Leistungsfähigkeit den Belastungen bei Übungen oder Einsätzen Stand zu halten. Sollte „der Motor allerdings stottern“, kann es zu einem Schwächeanfall oder Kreislaufkollaps kommen. Mit der Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ möchte die HFUK Nord über diese sensiblen Themen informieren und bietet unterschiedliche Maßnahmen an. Über die Initiative erfahren Sie hier mehr. 

Eine umfangreiche Informations- und Linksammlung für die warme Jahreszeit haben wir auf unserer Sonderseite "Die Feuerwehr im Sommer" für unsere Feuerwehren zusammengestellt, auf der unter anderem auch der Stichpunkt Sicherheit „Gesundheitsgefahren in der warmen Jahreszeit“ bereit steht.

Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)

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