07.09.2026
Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ informiert die HFUK Nord über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. In diesem Beitrag geht es um das Thema „Stress“.
Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ informiert die HFUK Nord über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. In diesem Beitrag geht es um das Thema „Stress“.
Das Herz-Kreislauf-System von Feuerwehrkräften wird im Einsatz durch die Kombination aus akutem Stress, psychischer Belastung und körperlicher Höchstleistung mitunter stark gefordert. Ehrenamtliche Kräfte vollziehen nicht selten einen „Kaltstart“, klinken sich abrupt aus dem Berufsalltag oder der Freizeit und Erholung aus und begeben sich in teils gefährliche Situationen. Oftmals führt ein plötzlicher Wechsel beim Ertönen des Meldeempfängers zu einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen und lässt den Puls wie auch Blutdruck steigen. Grund dafür ist der Adrenalin-Anstieg im Moment der Alarmierung, Körper und Geist müssen sich auf den Wechsel und die neuen, bevorstehenden Aufgaben fokussieren.
Konzentration wie beim Hochleistungssport
Unterschiedliche Untersuchungen konnten zeigen, dass
selbst bei gängigen Übungsszenarien der Feuerwehr das Herz-Kreislauf-System mit
Frequenzen von bis zu 202 Schlägen pro Minute an seine biologische Grenze kommt.
Die dichte Schutzkleidung verhindert zudem die Wärmeabgabe, was zu extremem
Hitzestress und starker Dehydration führt. Diese Prozesse gehen nicht spurlos
an Feuerwehrkräften vorbei: Während Muskeln und Herz arbeiten, schüttet der
Körper Hormone aus, um die Konzentration aufrecht zu erhalten (Adrenalin) und
Energie bereitzustellen (Cortisol). Zusätzlicher psychischer Stress
(„Gedankenkarussell“) entsteht z.B. durch den Bezug zum eigenen Wohnort, da
Einsatzkräfte bei Unfällen oder Bränden auch auf Familienmitglieder oder
Bekannte treffen können.
Dauerbelastung kann zu Herzerkrankungen
führen
Im Einzelfall sind solche Stressmomente nicht gesundheitsschädlich.
Sollten aber die oben genannten Stressmomente dauerhaft anhalten, kann dies zu
erhöhtem Blutdruck, Gefäßverkalkung und zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko
führen. Auf psychischer Ebene kommt es zudem zu Erschöpfungszuständen oder
Konzentrationsproblemen.
Selbstwahrnehmung schärfen: Auf den eigenen
Herztakt hören
Um das eigene Herz langfristig zu schützen, sollten Stressbewältigungstechniken
und gezieltes, moderates Ausdauertraining feste Bestandteile des
Feuerwehrdiensts sein. Nur ein trainierter Herzmuskel verkraftet
Belastungsspitzen im Realeinsatz. Neben Stressregulierung und regelmäßiger
Fitness ( FitForFire) helfen die Angebote der Psychosozialen
Notfallversorgung (PSNV) bei der Verarbeitung seelischer Belastungen ( zur PSNV ). Frei nach dem Motto „was
man nicht ewig mit sich herumschleppt, erleichtert das Herz“ ist eine offene
Kommunikation (auch im Vorfeld und ohne einsatzbedingten Anlass) förderlich für
die persönliche Herzgesundheit und letzten Endes auch für das gegenseitige
Vertrauen.
Um Stressbelastung gut zu verkraften sind zudem ein eigenes, bewusstes Stressmanagement sowie das Ernstnehmen von körperlichen Warnsignalen der erste und beste Schutz für Feuerwehrangehörige, um Herzerkrankungen zu verhindern.
„Herzgesunde Feuerwehren“ – Die Initiative der HFUK Nord Die HFUK Nord hat in den Jahren 2026 und 2027 als besonderen Präventionsschwerpunkt die Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ ins Leben gerufen. Diese Aktion hat einen besonderen, ernsten Hintergrund: Der Feuerwehrdienst kann dem Körper alles abverlangen und die jeweilige Einsatzkraft bis an die Grenzen ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit bringen. Daher ist ein starkes Herz der wichtigste Baustein, um gesund und fit zu bleiben. Prävention beginnt dabei schon vor dem Alarm: Nur wer auf seine eigene Herzgesundheit achtet, kann den Belastungen Stand halten. Sich vor Erkrankungen oder Unfällen zu schützen, bedeutet auch, sich vor Überlastung zu schützen und sein Risiko durch regelmäßige Vorsorge zu minimieren. Sicherheit beginnt bei der persönlichen Fitness und Gesundheit.
Die HFUK Nord wird daher mit geeigneten Aktionen und Empfehlungen dazu beitragen, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen zu vermitteln und somit die eigene Gesundheit zu stärken. Weitere Informationen können auf unserer Themenseite zur Herzgesunden Feuerwehr nachgelesen werden.
Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)
Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de
Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
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19061 Schwerin
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