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Herzschlag für die Sicherheit: Warum Herzgesundheit keine reine Männersache ist

23.09.2026

Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ macht die HFUK Nord auf das wichtigste Organ des Menschen aufmerksam und informiert über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. Heute geht es um das Thema „Feuerwehrfrauen und Herzgesundheit“.

Herzgesundheit in den Feuerwehren betrifft auch die weiblichen Einsatzkräfte. (Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nord)zoom
Herzgesundheit in den Feuerwehren betrifft auch die weiblichen Einsatzkräfte. (Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nord)

Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ macht die HFUK Nord auf das wichtigste Organ des Menschen aufmerksam und informiert über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. Heute geht es um das Thema „Feuerwehrfrauen und Herzgesundheit“. 

Der Frauenanteil in den freiwilligen Feuerwehren wächst erfreulicherweise kontinuierlich. Im Einsatz sind Feuerwehrfrauen denselben extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt, ob bei der Brandbekämpfung unter Atemschutz oder bei der Technischen Hilfeleistung. Das jedoch oft mit (im Vergleich zu den Männern) anderen physischen Voraussetzungen. Plötzliche Alarmierungen, mehrlagige Schutzkleidung, enorme Hitze und Stress können das weibliche wie das männliche Herz-Kreislauf-System dabei im Einsatz maximal herausfordern. Ein gesundes Herz ist für jede Einsatzkraft die wichtigste Lebensversicherung – doch medizinisch gesehen reagiert der weibliche Körper in Stresssituationen oft anders als der männliche. 

Herzprobleme bei Frauen oftmals zu spät erkannt
Die größte Gefahr besteht darin, dass Herzprobleme bei Frauen häufig zu spät erkannt werden, da sie sich selten durch den klassischen Brustschmerz äußern. Stattdessen zeigen sich Warnsignale oft durch unspezifische Symptome wie plötzliche Atemnot, ein massives Schweregefühl im Brustkorb, Schmerzen zwischen den Schulterblättern, Übelkeit oder eine unerklärliche, extreme Erschöpfung. Im stressigen Feuerwehralltag werden diese Anzeichen nach einer harten Übung oder einem fordernden Einsatz leider viel zu oft als normaler Muskelkater oder vermeintlich typische Erschöpfung abgetan und ignoriert.

Aufklärung als Prävention ist deshalb der beste Schutz für die eigene Gesundheit. Mann und Frau sollten die Signale des Körpers ernstnehmen. Es ist wichtig, regelmäßige ärztliche Check-ups wahrzunehmen und aktiv auf die eigene Fitness zu achten. Dafür sollte nicht nur bei den Frauen selbst, sondern auch im gesamten Team der freiwilligen Feuerwehr ein Bewusstsein geschaffen werden. Nur wer auf das eigene Herz achtet, bleibt langfristig gesund für den Dienst. Um die Einsatzfähigkeit und Sicherheit von Feuerwehrfrauen langfristig zu gewährleisten, ist eine gezielte Aufklärung über geschlechtsspezifische Risiken und Symptome notwendig. Die körperlichen Höchstleistungen bei Übungen oder Einsätzen setzen eine gute Gesundheitsvorsorge voraus. Diese sollte sowohl biologische Faktoren als auch die besonderen Belastungsspitzen des Ehrenamts berücksichtigen.

Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nordzoom
Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nord

Auf individuelle Besonderheiten achten

Ein zentraler Aspekt der Vorsorge ist das Erkennen unspezifischer Symptome, denn bei Frauen zeigen sich bei akuten Herzproblemen selten die klassischen Schmerzen im linken Arm. Typische Warnsignale sind stattdessen plötzliche Atemnot, Schmerzen zwischen den Schulterblättern, Druckgefühle im Oberbauch, anhaltende Übelkeit sowie eine unerklärliche, extreme Erschöpfung nach der Belastung. Diese Symptome werden im Einsatz- und Übungsdienst häufig fälschlicherweise als normale Erschöpfung oder Muskelkater fehlinterpretiert, was eine rechtzeitige medizinische Versorgung verzögern kann. 

Für den Erhalt der Herzgesundheit bei Feuerwehrfrauen (und natürlich auch den männlichen Kameraden) sind folgende konkrete Maßnahmen und Empfehlungen zu berücksichtigen: 

  •  Symptome beachten : Jedes unklare körperliche Unwohlsein während oder nach dem Dienst sollte sofort der Wehrführung oder dem Rettungsdienst gemeldet werden. 
  •  Regelmäßige Check-ups : Medizinische (Vorsorge-) Untersuchungen sollten konsequent eingehalten werden. 
  •  Gezieltes Fitnesstraining : Ein regelmäßiges und gezieltes Ausdauer- und Krafttraining stärkt den Herzmuskel und bereitet den Körper auf plötzliche Belastungsspitzen vor. 
  •  Strukturierte Erholung : Nach intensiven Einsätzen ist es notwendig, ausreichend zu trinken, sich aktiv abzukühlen und (besonders wichtig) entsprechende Ruhephasen zur Entlastung des Kreislaufs einzuhalten. 
  •  Aufklärung im Team: Die Wehrführung bzw. der Sicherheitsbeauftragte sollte das Thema geschlechtsspezifischer Infarktsymptome in den Dienstplan integrieren. Dabei ist es wichtig, alle Einsatzkräfte für die gegenseitige Absicherung zu schulen. 

Fazit: Fokus auf Frauenherzen im Feuerwehrdienst
Die Herzgesundheit von Feuerwehrfrauen verdient besondere Aufmerksamkeit, da sie im Einsatz- und Übungsdienst hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Regelmäßige medizinische Untersuchungen, funktionelles Fitnesstraining, Einhaltung von Erholungsphasen sowie ein bewusster Umgang mit Stress können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken. Indem Prävention und Aufklärung fest integriert werden, lassen sich nicht nur die Gesundheit, sondern speziell auch die Leistungsfähigkeit langfristig sichern. Und davon profitieren letzten Endes beide Geschlechter.

„Herzgesunde Feuerwehren“ – Die Initiative der HFUK Nord Die HFUK Nord hat in den Jahren 2026 und 2027 als besonderen Präventionsschwerpunkt die Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ ins Leben gerufen. Diese Aktion hat einen besonderen, ernsten Hintergrund: Der Feuerwehrdienst kann dem Körper alles abverlangen und die jeweilige Einsatzkraft bis an die Grenzen ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit bringen. Daher ist ein starkes Herz der wichtigste Baustein, um gesund und fit zu bleiben. Prävention beginnt dabei schon vor dem Alarm: Nur wer auf seine eigene Herzgesundheit achtet, kann den Belastungen Stand halten. Sich vor Erkrankungen oder Unfällen zu schützen, bedeutet auch, sich vor Überlastung zu schützen und sein Risiko durch regelmäßige Vorsorge zu minimieren. Sicherheit beginnt bei der persönlichen Fitness und Gesundheit. 

Die HFUK Nord wird daher mit geeigneten Aktionen und Empfehlungen dazu beitragen, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen zu vermitteln und somit die eigene Gesundheit zu stärken. Weitere Informationen können auf unserer Themenseite zur Herzgesunden Feuerwehr nachgelesen werden.

Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)

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