02.11.2026
Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ informiert die HFUK Nord über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. In diesem Beitrag geht es um das Thema „Extremwetter“.
Im Rahmen ihrer Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“ informiert die HFUK Nord über gesundheitliche Prävention bei Feuerwehrangehörigen. In regelmäßig wiederkehrenden Kurzmeldungen greifen wir unter dem Motto „Herzschlag für die Sicherheit“ verschiedene Themen zur Herzgesundheit auf. In diesem Beitrag geht es um das Thema „Extremwetter“.
Hitzewellen, Trockenheit, Starkregen und Vegetationsbrände verändern die Arbeit der Feuerwehren in Deutschland spürbar. Die im Jahr 2025 durchgeführte SiGeFEx-Studie der HFUK Nord zeigte, dass jede zweite Einsatzkraft bereits heute von zusätzlichen Belastungen durch Einsätze aufgrund von Extremwetterlagen berichtet. 85 Prozent der Feuerwehrangehörigen erwarten, dass Extremwettereinsätze künftig weiter zunehmen. Die gesundheitlichen Belastungen nehmen zu und daher ist es vor allem wichtig, anpassungsfähig und gegen Extremwetterereignisse körperlich gewappnet zu sein.
Höhere
Belastung für den Körper aufgrund von Extremwetter
Extremwetter werden in puncto Häufigkeit und Intensität
in den kommenden Jahren zunehmen, da sind sich fachübergreifend viele Experten
und Expertinnen sicher. Die damit verbundenen langandauernden und
kraftraubenden Einsätze und Übungen gehen nicht spurlos an den
Feuerwehrangehörigen vorbei. So wird im besonderen Maße auch das
Herz-Kreislauf-System gefordert sein, um den Belastungen Stand zu halten.
Thermischer Stress und Flüssigkeitsverlust sind hier an erster Stelle zu
nennen.
Ein gesundes Herz ist im Einsatz die wichtigste Lebensversicherung. Ein wesentlicher Einflussfaktor der Herztätigkeit ist unter anderem auch die körperliche Verfassung. Doch wem nützt es am Ende, wenn Vorsorge organisatorischer Art wie bspw. Verschattungen, kühle Getränke, taktische Pausengestaltungen zwar unmittelbar und situativ im Einsatz helfen, jedoch nicht an der betroffenen Person selbst und langfristig ansetzen? Es kommt hier auf ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren an und in diesem Zusammenhang spielt die körperliche Anpassungs- und damit die persönliche Widerstandsfähigkeit/Toleranz gegenüber Hitze, Belastung, Stress und Co. eine wichtige Rolle.
Mehrere Vorteile eines starken
Herz-Kreislauf-Systems
Um bei Einsätzen unter erschwerten Bedingungen (wie bei
Extremwettern) sicher zu handeln und gesund zu bleiben, ist regelmäßiges
Training (besonders Ausdauersport) ein wichtiger Baustein. Es nützt dem Körper vor allem dadurch, dass die Fähigkeit
verbessert wird, mit extremer Hitze und physischem Stress umzugehen - Bedingungen, die
durch den Klimawandel häufiger werden. Im Zusammenhang mit einem gesunden
Herzen sind die zentralen Vorteile:
Gesundes Herz ermöglicht Anpassungsfähigkeit
Die Herzgesundheit spielt bei Feuerwehren immer eine kritische
Rolle, da kardiovaskuläre Ereignisse (angefangen bei Schwindel,
Kreislauf-Beschwerden bis hin zu einem Herzinfarkt) nicht nur schnell zu
Leistungseinbußen, sondern auch zu lebensbedrohlichen Situationen führen können. Extremwetterereignisse wirken hier als massive Risikoverstärker, da sie die
physische Belastung im Feuerwehrdienst vervielfachen. Im Hinblick auf die
stärker einwirkenden Einsatzbedingungen und -faktoren sind Feuerwehrangehörige
mit trainiertem Herzen in der Lage, größere Leistungsreserven abzurufen und deswegen widerstandsfähiger bei heißen Temperaturen und härteren Einsätzen zu sein.
Herzfitness ist also kein optionaler Bonus, sondern vielmehr eine
lebenswichtige Schutzmaßnahme in Zeiten zunehmender Extremwetter-Situationen.
„Herzgesunde Feuerwehren“ – Die Initiative
der HFUK Nord
Die HFUK Nord hat in den Jahren 2026 und 2027
als besonderen Präventionsschwerpunkt die Initiative „Herzgesunde Feuerwehren“
ins Leben gerufen. Diese Aktion hat einen besonderen, ernsten Hintergrund: Der Feuerwehrdienst kann dem Körper alles
abverlangen und die jeweilige Einsatzkraft bis an die Grenzen ihrer
persönlichen Leistungsfähigkeit bringen. Daher ist ein starkes Herz der
wichtigste Baustein, um gesund und fit zu bleiben. Prävention beginnt dabei
schon vor dem Alarm: Nur wer auf seine eigene Herzgesundheit achtet, kann den
Belastungen Stand halten. Sich vor Erkrankungen oder Unfällen zu schützen,
bedeutet auch, sich vor Überlastung zu schützen und sein Risiko durch
regelmäßige Vorsorge zu minimieren. Sicherheit beginnt bei der persönlichen
Fitness und Gesundheit.
Die HFUK Nord wird daher mit geeigneten Aktionen und Empfehlungen dazu beitragen, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen zu vermitteln und somit die eigene Gesundheit zu stärken. Weitere Informationen können auf unserer Themenseite zur Herzgesunden Feuerwehr nachgelesen werden.
Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)
Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de
Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
Bertha-von-Suttner-Straße 5
19061 Schwerin
Institutionskennzeichen: 121 390 059