05.03.2026
Feuerwehrkräfte sind bei Einsätzen vielfältigen Gefahren ausgesetzt – herabfallende Trümmer, Hitze, Rauch und chemische Stoffe fordern nicht nur den Menschen, sondern auch die Schutzausrüstung, insbesondere den Schutzhelm. Ein zuverlässiger Schutzhelm ist die Voraussetzung, um Verletzungen am Kopf zu vermeiden und die Einsatzfähigkeit zu gewährleisten. Das gilt im Falle der Feuerwehren auch für die Forstarbeiterhelme. Dabei spielt nicht nur das Tragen eines Helmes eine Rolle, sondern auch dessen Material, Pflege und rechtzeitiger Austausch. In diesem Artikel schildern wir, worauf bei Industrieschutz- und Forstarbeiterhelmen geachtet werden muss.
Feuerwehrkräfte sind bei Einsätzen vielfältigen Gefahren ausgesetzt – herabfallende Trümmer, Hitze, Rauch und chemische Stoffe fordern nicht nur den Menschen, sondern auch die Schutzausrüstung, insbesondere den Schutzhelm. Ein zuverlässiger Schutzhelm ist die Voraussetzung, um Verletzungen am Kopf zu vermeiden und die Einsatzfähigkeit zu gewährleisten. Das gilt im Falle der Feuerwehren auch für die Forstarbeiterhelme. Dabei spielt nicht nur das Tragen eines Helmes eine Rolle, sondern auch dessen Material, Pflege und rechtzeitiger Austausch. Informationen zur Pflege und Wartungen gibt die DGUV Regel 112-193 Kopfschutz. Diese wurde überarbeitet und mit ihr die Anforderungen für den Austausch der Industrie- und Forstarbeiterhelme.
Forstarbeiter- und Industrieschutzhelme nach DIN EN 397 bestehen entweder
aus thermoplastischen oder duroplastischen Kunststoffen. Beide Materialien
haben spezifische Eigenschaften, die für die Anwendung im Feuerwehralltag eine
Rolle spielen.
Thermoplastische Helme
Thermoplastische Helme sind empfindlicher gegenüber Umwelteinflüssen wie Hitze,
Kälte, Feuchtigkeit, mechanischen Belastungen und chemischen Stoffen, denen
Feuerwehrhelme während Einsätzen häufig ausgesetzt sind. Diese Belastungen
können das Material schneller altern lassen und die Schutzfunktion
beeinträchtigen. Daher wird empfohlen, dass thermoplastische Helme eine
maximale Lebensdauer von 4 Jahren haben.
Kennzeichnungsvarianten Thermoplastischer Helme:
| Bezeichnung | Kurzzeichen |
|---|---|
| Polythylen | PE |
| Polypropylen | PP |
| Glasfaserverstärktes Polypropylen | PP-GF |
| Polycarbonat | PC |
| Glasfaserverstärktes Polycarbonat | PC-GF |
| Polyamid | PA |
| Galsfaserverstärktes Polyamid | PA-GF |
| Acrylnitril-Butadien-Styrol | ABS |
Duroplastische Helme
Helmschalen aus duroplastischen
Kunststoffen unterliegen kaum den schädigenden Einflüssen durch UV-Strahlung
und sind unempfindlicher gegenüber hohen Umgebungstemperaturen und chemischen
Einwirkungen. Sie
weisen eine geringere Neigung gegenüber Versprödung auf,
wodurch die Alterungsprozesse wesentlich langsamer ablaufen. Unter normalen
Einsatzbedingungen wird eine Gebrauchsdauer von 8 Jahren empfohlen, sofern
keine anderen Angaben durch den Hersteller gemacht werden.
Kennzeichnungsvarianten duroplastischer Helme:
| Bezeichnung | Kurzzeichen |
|---|---|
| Faserverstärktes Phenol-Formaldehyd-Harz | PF-SF |
| Glasfaserverstärktes ungesättigtes Polyesterharz | UP-GF |
| Naturfaser-Poly-Anilin-Acetat | PAA-NF |
Auch vor Ablauf der maximalen Nutzungsdauer sind Helme mit sichtbaren Beschädigungen, Rissen oder Verformungen unverzüglich außer Dienst zu stellen.
Somit ist es besonders wichtig, sowohl das Material als auch das Alter des Helmes zu kennen. Diese Angaben sind in der Regel auf einem Aufdruck oder Etikett im Inneren des Helmes sowie in der Herstellerbroschüre zu finden.
Der Knacktest
Der Knacktest ist ein einfacher Test zur Überprüfung
der Versprödung von Kunststoffschutzhelmen. Dazu wird die Helmschale seitlich
leicht eingedrückt oder gebogen. Hört man dabei mit angelegtem Ohr Knister-
oder Knackgeräusche, sollte der Helm ausgetauscht werden, um die Schutzwirkung
zu gewährleisten. Dieser Test dient zur Überprüfung innerhalb der
Gebrauchsdauer, kann aber nicht mehr zur Verlängerung der Lebensdauer herangezogen
werden.
Die Lebensdauer beschreibt die Zeitspanne vom Herstellungsdatum bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Schutzfunktion aufgrund der Alterung nicht mehr gewährleistet werden kann.
Die Gebrauchsdauer beschreibt den maximal möglichen Zeitraum der Benutzung. Sie kann von der Lebensdauer abweichen und kürzer ausfallen.
Sowohl die Lebensdauer als auch die Gebrauchsdauer variieren je nach Hersteller und Helmtyp bzw. Helmmodell. Informationen über die Lebens- oder Gebrauchsdauer von Kopfschutz sowie deren Bestandteile sind der Anleitung des Herstellers zu entnehmen und zu beachten.
Die Einhaltung der Gebrauchsdauer und regelmäßige Kontrolle der Forstarbeiter und Industrieschutzhelme sind daher entscheidend, um im Einsatz bestmöglichen Schutz zu garantieren und das Verletzungsrisiko zu minimieren.
Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)
Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de
Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
Bertha-von-Suttner-Straße 5
19061 Schwerin
Institutionskennzeichen: 121 390 059