01.10.2026
Seit März 2012 betreiben die Feuerwehr-Unfallkassen gemeinsam mit dem Institut für Management der Notfallversorgung (IMN) in Münster das FUK-CIRS – ein bundesweites Erfassungssystem für Beinahe-Unfälle im Feuerwehrdienst. Was vor über einem Jahrzehnt als innovativer Ansatz gestartet ist, hat sich inzwischen zu einem unverzichtbaren Werkzeug der Unfallprävention entwickelt. Nutzen auch Sie die kostenlose und anonyme Meldemöglichkeit unter www.fuk-cirs.de – denn aus Beinahe-Unfällen zu lernen, bedeutet: echte Unfälle zu verhindern.
Seit März 2012 betreiben die Feuerwehr-Unfallkassen gemeinsam mit dem Institut für Management der Notfallversorgung (IMN) in Münster das FUK-CIRS – ein bundesweites Erfassungssystem für Beinahe-Unfälle im Feuerwehrdienst. Was vor über einem Jahrzehnt als innovativer Ansatz gestartet ist, hat sich inzwischen zu einem unverzichtbaren Werkzeug der Unfallprävention entwickelt.
Was ist FUK-CIRS?
CIRS steht für 'Critical Incident Reporting System' und bezeichnet die systematische Erfassung von kritischen Ereignissen und Beinahe-Unfällen. Im Feuerwehralltag gibt es zahlreiche Situationen, die – manchmal nur durch Glück – 'noch einmal gut gegangen sind'. Solche Ereignisse werden deutlich seltener gemeldet als tatsächliche Schadensfälle, obwohl sie nach der sogenannten Heinrich-Pyramide weitaus häufiger auftreten. Auf einen echten Unfall kommen statistisch rund 300 Beinahe-Unfälle. Genau hier setzt FUK-CIRS an.
Die Plattform unter www.fuk-cirs.de ermöglicht es allen Feuerwehrangehörigen, solche Ereignisse anonym und unkompliziert zu melden.
Wie funktioniert das System?
Überwww.fuk-cirs.de gelangt man auf die Startseite des Erfassungssystems. Unter dem Menüpunkt „Erfassung von Beinahe-Unfällen“ gelangt man auf einen Erfassungsbogen mit Fragen zum Anklicken oder frei ausfüllbaren Feldern. Alle eingehenden Meldungen werden nach dem Versenden über das System von einem Fachbeirat systematisch analysiert und ausgewertet. Anschließend werden die Fälle – anonymisiert und redaktionell aufbereitet – als Fallbeispiele veröffentlicht oder mit konkreten Präventionshinweisen versehen.
So profitieren Einsatzkräfte überall in Deutschland von den Erfahrungen anderer, ohne dass es zuvor zu einem echten Schaden kommen musste. Das Prinzip: Wer selbst einen Beinahe-Unfall erlebt hat, erkennt ähnliche Gefahren künftig schneller. Durch das Teilen dieser Erfahrungen können auch andere Feuerwehren dazulernen – bevor es zu spät ist.
Mehrwert für die Unterweisung
Neben dem Gewinnen von Erkenntnissen für die Präventionsarbeit der Unfallversicherungsträger,
eignen sich die Fälle auch ideal für Unterrichte und Unterweisungen. Die Fälle
können als Einstieg oder Anlass für
einen Unterricht verwendet werden. Anhand der gemeldeten Fälle kann man
dann mit der Mannschaft gemeinsam die
Ursachen für die Beinahe-Unfälle analysieren und Schutzmaßnahmen heraus
arbeiten. Somit wird die Mannschaft aktiv mit eingebunden und Lösungen die
selber entwickelt wurden, haben eine
höhere Akzeptanz als eine von oben vorgegebene Schutzmaßnahme.
Aktueller Schwerpunkt:
Atemschutzunfälle
Eine Auswertung der zuletzt eingegangenen Meldungen zeigt einen deutlichen
Schwerpunkt im Bereich Atemschutz.
Beinahe-Unfälle beim Atemschutzeinsatz – sei es durch mangelnde Kommunikation, Desorientierung, unzureichende Überwachung oder fehlerhafte
Ausrüstung – machen derzeit einen erheblichen Anteil der gemeldeten Ereignisse aus. Das unterstreicht einmal mehr,
wie wichtig regelmäßige Übung, gewissenhafte Ausrüstungsprüfung und konsequentes Einhalten der Sicherheitsvorschriften im Atemschutzeinsatz sind.
Jede Meldung zählt! Nutzen Sie die kostenlose und anonyme Meldemöglichkeit unter www.fuk-cirs.de – denn aus Beinahe-Unfällen zu lernen, bedeutet: echte Unfälle zu verhindern.
Der neue Info-Flyer zur FUK-CIRS-Datenbank kann hier heruntergeladen werden.
Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)
Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de
Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
Bertha-von-Suttner-Straße 5
19061 Schwerin
Institutionskennzeichen: 121 390 059