06.07.2026
In Kaltenkirchen ist vergangenen Freitag ein Feuerwehrmann im Einsatz Opfer eines gewaltsamen Angriffes geworden. Weitere Feuerwehrangehörige wurden bedroht. Die HFUK Nord verurteilt diese Tat auf das Schärfste und steht an der Seite der Feuerwehrangehörigen.
In Kaltenkirchen ist vergangenen Freitag ein Feuerwehrmann im Einsatz Opfer eines gewaltsamen Angriffes geworden. Weitere Feuerwehrangehörige wurden bedroht. Die HFUK Nord verurteilt diese Tat auf das Schärfste und steht an der Seite der Feuerwehrangehörigen.
In einer Arztpraxis in Kaltenkirchen kam es vergangenen Freitag, dem 3. Juli 2026, zu einem medizinischen Notfall. Da akute Lebensgefahr bestand, wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr benötigt, um den Patienten schonend und schnellstmöglich in den Rettungswagen zu verbringen. Eine notwendige und unabdingbare Maßnahme war es, die Königstraße in beide Fahrtrichtungen für den Durchgangsverkehr vollständig zu sperren, um zum einen ausreichend Aufstellfläche für die im Einsatz befindliche Drehleiter zu haben und zum anderen die Sicherheit der Einsatzkräfte im Verkehrsraum zu gewährleisten. Im Verlauf der Straßensperrung und der anhaltenden Maßnahmen durch die Einsatzkräfte zeigte ein Verkehrsteilnehmer hierfür kein Verständnis und wollte den gesperrten Bereich mit seinem Fahrzeug durchqueren. Einsatzkräfte haben auf die derzeitige Sperrung und deren Maßnahmen hingewiesen, wobei es dann zu einer verbalen und in der Folge körperlichen Tätigkeit gegenüber der Einsatzkraft gekommen ist.
...Beim Versuch des Fahrzeugführers, nach der Tätlichkeit gegenüber der Einsatzkraft die Einsatzstelle unerlaubt zu verlassen, wurden hierbei weitere Einsatzkräfte unmittelbar gefährdet. Durch die schnelle Reaktion dieser und einen Sprung aus dem Gefahrenbereich konnte hierbei Schlimmeres verhindert werden...
Die betroffenen Einsatzkräfte wurden durch den Rettungsdienst an der Einsatzstelle gesichtet und medizinisch versorgt, ein Transport in ein umliegendes Krankenhaus war nicht nötig. Die weitere medizinische Versorgung wurde durch eine ortsansässige Arztpraxis übernommen. (Quelle/weitere Infos: @KFV Segeberg, @Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen Presseportal)
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Diese Tat macht uns fassungslos. Ehrenamtlich tätige Feuerwehrleute, die zur Rettung eines Menschen in akuter Lebensgefahr alles Menschenmögliche tun, werden plötzlich mit sinnloser Gewalt konfrontiert, bei ihrem wichtigen Einsatz behindert, bedroht und verletzt. Wer solche Taten begeht, greift die Zivilgesellschaft und damit uns alle an.
Neben Landesbrandmeister Jörg Nero zeigt sich auch Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke entsetzt über diesen Vorfall. „Wer Rettungskräfte angreift und dadurch Menschenleben gefährdet, muss mit der vollen Härte des Gesetzes zur Verantwortung gezogen werden“, so die Ministerin. Eine Aussage, die unsere volle Unterstützung bekommt.
Als zuständiger gesetzlicher Unfallversicherungsträger steht die HFUK Nord an der Seite der betroffenen Feuerwehrangehörigen. Diesen Übergriff verurteilen wir in aller Schärfe. Im Rahmen der uns gegebenen Möglichkeiten werden wir, wie üblich in derartigen Fällen, Regressansprüche unserer Kasse gegen den Schädiger prüfen und gegebenenfalls ein entsprechendes Verfahren einleiten.
Seit Jahren setzen sich die Feuerwehr-Unfallkassen im Rahmen der Kampagne "Gewalt angehen" zusammen mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) für ein konsequentes Vorgehen bei Gewalttaten gegen Einsatzkräfte ein. Bleibt zu hoffen, dass in diesem Fall das mehrfach verschärfte Strafmaß bei Gewalttaten gegen Einsatzkräfte ausgeschöpft und der Täter zur Rechenschaft gezogen wird.
Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)
Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de
Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
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