20.08.2026
Hitzewellen, Trockenheit, Starkregen und Vegetationsbrände verändern die Arbeit der Feuerwehren in Deutschland spürbar. Darauf weist die DGUV in einer Pressemitteilung aus aktuellem Anlass hin. Fast jede zweite Einsatzkraft berichtet bereits heute von zusätzlichen Belastungen durch Einsätze aufgrund von Extremwetterlagen. 85 Prozent der Feuerwehrangehörigen erwarten, dass klimabedingte Extremwettereinsätze künftig weiter zunehmen. Das zeigen auch die Ergebnisse einer bundesweiten Befragung der DGUV Akademie im Auftrag der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord) unter mehr als 1.700 Feuerwehrangehörigen.
Vegetationsbrände:
Hitze und lange Einsätze belasten Feuerwehrleute
Hitzewellen, Trockenheit, Starkregen und Vegetationsbrände
verändern die Arbeit der Feuerwehren in Deutschland spürbar. Darauf weist die DGUV in einer aktuellen Pressemitteilung aus
gegebenem Anlass hin. Fast jede zweite Einsatzkraft berichtet bereits
heute von zusätzlichen Belastungen durch Einsätze aufgrund von
Extremwetterlagen. 85 Prozent der Feuerwehrangehörigen erwarten, dass
klimabedingte Extremwettereinsätze künftig weiter zunehmen. Das zeigen auch die Ergebnisse einer bundesweiten Befragung
der DGUV Akademie im Auftrag der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK
Nord) unter mehr als 1.700 Feuerwehrangehörigen.
Gesundheitliche
Belastungen nehmen zu
Langanhaltende Hitze wird von den Befragten als größtes klimabedingtes
Gesundheitsrisiko eingeschätzt. Den höchsten Handlungsbedarf, um Sicherheit und
Gesundheit zu gewährleisten, sehen die Feuerwehrkräfte bei Vegetationsbränden.
Typisch für diese Einsatzszenarien sind Rauch- und Gefahrstoffexpositionen,
Belastungen durch körperlich schwere Arbeit bei hohen Temperaturen sowie lange
Einsatzzeiten mit eingeschränkten Erholungsmöglichkeiten. „Vegetationsbrände
und langanhaltende Hitzeperioden stellen Einsatzkräfte vor besondere
körperliche und organisatorische Herausforderungen. Umso wichtiger ist es,
Gefährdungen frühzeitig zu erkennen, zu beurteilen und geeignete
Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen“, sagt Christian Heinz, Geschäftsführer
der Hanseatischen Feuerwehr Unfallkasse (HFUK) Nord.
“Dabei sind verlässliche Trinkwasserversorgung, angemessene Pausen- und
Regenerationszeiten sowie hitze- und witterungsangepasste Einsatz- und
Pausenplanung von Bedeutung. Auch eine Anpassung der PSA unter Berücksichtigung
der Hitzebelastung, etwa durch leichtere, besser belüftete Materialien und der
Ausbau zielgerichteter Aus- und Fortbildungsangebote gehören dazu”, ergänzt
Jens-Oliver Mohr, Referent für gesundheitliche Prävention bei der HFUK Nord.
Prävention
und Vorbereitung werden wichtiger
Die
Feuerwehr-Unfallkassen unterstützen zu allen Fragen der Sicherheit und
Gesundheit im Feuerwehrdienst. Dazu gehören unter anderem eine an die
Einsatzbedingungen angepasste persönliche Schutzausrüstung, spezielle Aus- und
Fortbildungsangebote sowie Sensibilisierung der Führungs- und Einsatzkräfte.
Weitere
Informationen
Mit
der Handlungshilfe FBFHB-035
„Sicherheit und Gesundheit bei der Vegetationsbrandbekämpfung“ unterstützt
die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Feuerwehren und
Hilfeleistungsorganisationen bei der sicheren Vorbereitung und Durchführung
entsprechender Einsätze. Die HFUK Nord bietet zudem eine neu entwickelte
Fortbildung in Form des Projektes „FireToolBox“.
Über
die Befragung
Die
DGUV Akademie führte gemeinsam mit der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord
(HFUK Nord) eine bundesweite Onlinebefragung unter 1.735 Feuerwehrangehörigen
durch. Die Teilnehmenden waren überwiegend Führungskräfte freiwilliger
Feuerwehren. Die anonyme Befragung wurde zwischen März und Juni 2025 im Rahmen
einer explorativen Studie durchgeführt.
Mehr zur Studie: Einsatzrealität
im Klimawandel: Belastungen, Risiken und Handlungsbedarfe der Feuerwehren in
Deutschland
Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord)
Kontakt und Ansprechpersonen
Email: infobreak@hfuk-nord.de
Zentrale Postadresse: Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
Bertha-von-Suttner-Straße 5
19061 Schwerin
Institutionskennzeichen: 121 390 059