"FitForFire"-Fortbildungsseminar: Feuerwehrleute lernten neue Übungen zur effektiven Fitnesssteigerung

26.05.2014

Am 11. und 12. April fand das „FitForFire“-Fortbildungsseminar der HFUK Nord statt. Am neuen Seminarort in Malente erlernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Praxiseinheiten neue Trainingsformen und Techniken für den Dienstsport in der Feuerwehr.

Voller Einsatz bei den Partnerübungen auf dem Gymnastikball zoom
Voller Einsatz bei den Partnerübungen auf dem Gymnastikball

Am 11. und 12. April fand das „FitForFire“-Fortbildungsseminar der HFUK Nord statt. Am neuen Seminarort in Malente erlernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Praxiseinheiten neue Trainingsformen und Techniken für den Dienstsport in der Feuerwehr.

„Der Geist von Malente ist auch in diesen Räumlichkeiten zu spüren.“ Mit diesen Worten konnte der Seminarleiter Holger Böttcher, Leiter des Sportbildungszentrums der Landespolizei Schleswig-Holstein, den passenden Auftakt für die Veranstaltung wählen.  Böttcher verwies damit auf die erfolgreiche Vorbereitung der Fußballnationalmannschaft in den 70´ern und 80´ern in der unmittelbar angrenzenden Fußballschule Malente. So kam eine „weltmeisterliche“ Stimmung zum Auftakt der Veranstaltung auf und hielt sich über den gesamten Seminarverlauf.

Die insgesamt 18 Kameradinnen und Kameraden aus verschiedenen Freiwilligen Feuerwehren der Bundesländer Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein trafen sich zum „FitForFire“-Fortbildungsseminar in diesem Jahr erstmalig im Sport- und Bildungszentrum Malente. In den gut ausgestatteten Räumlichkeiten wurden an zwei Tagen neue Möglichkeiten des Dienstsports in Theorie und Praxis vermittelt:

Effektive und abwechslungsreiche Übungen ohne zusätzliche Geräte
Bei der „Rückenschule ohne Gerät“, die zur Kräftigung und Mobilisierung des Oberkörpers beitragen kann, kam großes Erstaunen und Interesse auf, wie effektiv und abwechslungsreich Individual- oder Paarübungen ohne zusätzliche Geräte sein können. Von einfachen Bewegungsabläufen bis hin zu komplexen Zusatzaufgaben erlernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein breites Übungsspektrum. Mit einem aufschlussreichen Vortrag zum Thema Sport und Motivation rundete Seminarleiter Holger Böttcher den ersten Tag ab. Hier wurden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Gesundheit und Bewegung dargestellt und deren Konsequenzen für den Einsatz und Alltag erläutert.

Holger Böttcher erklärt die richtige Handhabung des Therabands zoom
Holger Böttcher erklärt die richtige Handhabung des Therabands

Der zweite Veranstaltungstag stand ganz unter dem Zeichen der Schulung von Kraft, Koordination und Ausdauer. Gezeigt wurden in einer intensiven Einheit die vielfältigen Übungsmöglichkeiten von Gymnastikball und Theraband. Neben Einzel- und Partnerübungen wurden hier auch verschiedene Kombinationsmöglichkeiten der Kleingeräte erklärt. „Mit diesem Übungspool kann ich die Leistungsfähigkeit meiner Sportgruppe auf jeden Fall fördern“, so der Kommentar einer Teilnehmerin.
Anschließend wurde die Teilnehmergruppe aufgeteilt. Die eine Gruppe ließ sich beim Aquajogging in Bewegungsformen im Wasser schulen, die andere Gruppe lernte bei einem Koordinationstraining das Reaktionsvermögen, Gleichgewicht und die Kopplungsfähigkeit zu verbessern. Zum Abschluss dieses intensiven Seminartags wurde die gesamte Gruppe mit einer besonderen Entspannungsmethode belohnt. Hier erlebten die Kameradinnen und Kameraden die beruhigende Wirkung von Progressiver Muskelrelaxation.

Teilnehmer sehr zufrieden mit dem Seminar
Bei allen Einheiten folgten die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer aufmerksam den Instruktionen von Holger Böttcher und zeigten vollen Einsatz. Somit konnte man persönliche Erfahrungen sammeln und Konsequenzen aus den Übungen für die eigene Feuerwehrsportgruppe ziehen. In einer Lehrgangsbefragung zum Ende der Veranstaltung zeigten sich alle voll und ganz zufrieden und waren sich einig: Der Sport sollte seinen festen Platz im Dienstplan jeder Wehr finden, regelmäßig stattfinden und nicht ausschließlich von denen wahrgenommen werden, die ohnehin schon Sport betreiben: „Gerade die Couch-Potatoes und vor allem die jüngeren Feuerwehrmitglieder sollen sich aktiv am Sport beteiligen“, klang es einheitlich zum Ende des Seminars.

Die Kosten für das Fortbildungsseminar trug die HFUK Nord. Der Termin für das nächste Fortbildungsseminar ist der 12./13. Dezember 2014. Zu diesem Seminar können wieder jene Interessenten teilnehmen, die bereits ein „FitForFire“-Grundseminar absolviert haben. Weitere Informationen hierzu unter:
http://www.hfuknord.de/hfuk/praevention/projekte-und-aktionen/fitforfire-und-jffit/trainerseminare.php
oder
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