Großes Interesse: Feuerwehrangehörige zum Thema „Bewegung und Gesundheit“ erfolgreich geschult

12.10.2021

Im Spätsommer 2021 führte die HFUK Nord erstmals nach knapp zweijähriger pandemiebedingter Pause wieder Seminare aus dem Bereich FitForFire und dFFA durch. Beide Seminare stießen auf eine hohe Nachfrage und waren daher schnell ausgebucht. Vor dem Hintergrund der von Bewegungsarmut geprägten vergangenen Monaten war dies ein vielversprechendes Signal in Richtung Sportmotivation und Etablierung des Dienstsports in der Feuerwehr.

Das Erlernen und Vermitteln von vielseitigen Sportübungen stand beim FitForFire-Seminar im Vordergrund (Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nord).zoom
Das Erlernen und Vermitteln von vielseitigen Sportübungen stand beim FitForFire-Seminar im Vordergrund (Bild: Jens-Oliver Mohr / HFUK Nord).

Im Spätsommer 2021 führte die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord) erstmals nach knapp zweijähriger pandemiebedingter Pause wieder Seminare aus dem Bereich FitForFire und deutsches Feuerwehr-Fitnessabzeichen (dFFA) durch. Beide Seminare stießen auf eine hohe Nachfrage und waren daher schnell ausgebucht. Vor dem Hintergrund der von Bewegungsarmut geprägten vergangenen Monaten war dies ein vielversprechendes Signal in Richtung Sportmotivation und Etablierung des Dienstsports in der Feuerwehr.

Den Anfang machte das FitForFire-Trainergrundseminar Mitte August in Trappenkamp: Hier konnte die HFUK Nord 19 Anmeldungen aus dem Geschäftsgebiet verzeichnen. Neben dieser Gesamtzahl an Teilnehmenden war es ebenso erfreulich, dass der Anteil weiblicher und männlicher Teilnehmenden erstmals nahezu ausgeglichen war, denn es meldeten sich 10 Männer und 9 Frauen für das Seminar an. An insgesamt drei Tagen erwarben die Teilnehmenden alles Wissenswerte zu den Hintergründen des Programms FitForFire sowie zu Themen wie Sportmotivation, Sportorganisation, Trainingsplanung oder Ernährung. Den wesentlichen Teil des Seminars machten die vielen, abwechslungsreichen Praxisabschnitte aus. In den Einheiten lernten die Teilnehmenden unterschiedliche Bewegungs-, Übungs- und Spielformen kennen. Dabei spielten vor allem Übungen aus den Bereichen Ausdauer, Kraft, Koordination, Beweglichkeit ebenso wie spielerische Varianten eine wichtige Rolle. Ein besonderes Augenmerk lag hier vor allem in der Vermittlungskompetenz und dem Auftreten der auszubildenden FitForFire-Trainerinnen und -Trainer gegenüber der eigenen Trainingsgruppe, um Übungen so einfach und verständlich wie möglich zu erklären und zugleich unfallfreien Dienstsport zu gestalten. Da nicht jede Feuerwehr Zugriff auf eine Sporthalle bzw. auf ein umfangreiches Sportgeräte-Sortiment hat, sind alle Sportübungen des Seminars zudem darauf ausgelegt, den logistischen Aufwand so gering wie möglich zu halten. Am Veranstaltungsende waren alle Teilnehmenden sehr zufrieden und blickten zuversichtlich in die „sportliche“ Zukunft ihrer eigenen Wehr. „Ein erster, wichtiger Schritt nach dieser schier endlosen Pause sei getan“, so eine junge Teilnehmerin, „ich möchte daher zeitnah das Erlernte umsetzen und zu mehr Gesundheit und Sicherheit in unserer Feuerwehr beitragen.“

Die HFUK Nord bietet auch im kommenden Jahr wieder zwei FitForFire-Trainergrundseminare an. Für versicherte Feuerwehrangehörige aus dem Geschäftsgebiet der HFUK Nord ist diese Veranstaltung kostenlos. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular erhalten Sie hier.

Die dFFA-Prüflinge testen ihr Können beim Kasten-Bumerang-Test (Bild: Jan Traulsen / KFV RD-ECK).zoom
Die dFFA-Prüflinge testen ihr Können beim Kasten-Bumerang-Test (Bild: Jan Traulsen / KFV RD-ECK).

Ende September folgte die zweite Veranstaltung in Sachen Sport in der Feuerwehr in Rendsburg. Bereits zum achten Mal fand die dFFA-Abnahmeberechtigungs-Schulung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Feuerwehr Sportföderation (DFS) statt. Insgesamt waren auch bei diesem Seminar 19 Teilnehmende anwesend. Darunter waren u.a. der Schulleiter der Landesfeuerwehrschule Sachsen und einer seiner Kollegen. Die dFFA-Schulung erfreut sich somit nicht nur hoher Beliebtheit im Norden, sondern scheint auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt und von Interesse zu sein.

Die Referenten Jens-Oliver Mohr (HFUK Nord), Kai Wohlsen (Vorsitzender DFS e.V.) und Dr. Jan Traulsen (Vertreter des Fachleiters für Fitness des Landesfeuerwehrverbandes und Kreisfachwart für Feuerwehrsport KFV RD-ECK) vermittelten den sportbegeisterten Feuerwehrleuten die grundlegenden Anforderungen in Theorie und Praxis, um eine Abnahme für das dFFA und dFFA-Jugend durchzuführen. Daher gab es am Vormittag eine umfangreiche Schulung in Sachen „Modalitäten und Prüfungsangelegenheiten des dFFA“. Hierdrauf folgte ein kurzer Vortrag zum Thema „Unfallversicherungsschutz“ sowie zu „FitForFire“. Im Anschluss daran hatte jede Lehrgangsteilnehmerin und jeder Lehrgangsteilnehmer die Möglichkeit, einige Disziplinen auszutesten oder vor den Ausbildern, die eine Prüferberechtigung besitzen, abzulegen.

Für die körperliche Leistungsfähigkeit hatte das Schulungsteam für die Leistungsgruppe „Kraft“ die Disziplinen Klimmziehen, Bankdrücken, Beugehang und Dummyziehen in der Sporthalle vorbereitet. Ergänzt wurden diese Stationen durch den Bereich „Koordination“ mit der Disziplin Kasten-Bumerang-Test. Die geschulten Prüfer erhielten zum Seminarende aus den Händen von Kai Wohlsen und Jens-Oliver Mohr ihre Prüferausweise mit einer Urkunde.

Auch hier blickte das Referententeam in zufriedene Gesichter zum Veranstaltungsende. „Es freut mich, dass wir wieder so einen Andrang bei der Schulung verzeichnen können und ich hoffe, dass die Teilnehmenden den Sportgedanken in ihre Ortswehr und darüber hinaus tragen können, um das dFFA weiter voranzubringen“, so Kai Wohlsen zum Veranstaltungsende.

Die HFUK Nord richtet jedes Jahr eine dFFA-Schulung in Kooperation mit der DFS aus. Dabei wechselt jährlich der Veranstaltungsort zwischen Rendsburg (S-H) und Güstrow (M-V). Für Interessenten aus dem Geschäftsgebiet ist diese Veranstaltung kostenlos. Der nächste Termin wird im Laufe des nächsten Frühjahrs bekannt gegeben.

Hintergrund: Das dFFA ist das „Feuerwehrsportabzeichen“, um die körperliche Fitness in Bezug auf den Einsatzdienst zu überprüfen. Aus den drei Leistungsgruppen Ausdauer, Kraft und Koordination muss jeweils (nach Altersgruppen gestuft) eine Disziplin im Beisein eines dFFA Prüfers abgelegt werden, um eine Leistungseinstufung in Bronze, Silber oder Gold zu ermöglichen. Das dFFA - seit 2010 freigegeben für die freiwilligen Feuerwehren - erfreut sich jährlich großer Beliebtheit. Im Jahr 2016 ist für die Jugendfeuerwehren das dFFA-Jugend mit zusätzlichen Disziplinen hinzugekommen. Alle weiteren Informationen über das dFFA sind auf der Homepage der DFS e.V. (www.dfs-ev.de) nachzulesen.