Unfallstatistik 2019: Trockener und heißer Sommer wiederholte sich

21.07.2020

Die HFUK Nord hat die Unfälle analysiert, die sich im vergangenen Jahr bei den Feuerwehren ereignet haben und entsprechende Statistiken veröffentlicht.

Bild: Christian Heinzzoom
Bild: Christian Heinz

Die HFUK Nord hat die Unfälle analysiert, die sich im vergangenen Jahr bei den Feuerwehren ereignet haben und entsprechende Statistiken veröffentlicht: Wie viele Unfälle gab es 2019 im Geschäftsgebiet der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord? Bei welchen Tätigkeiten lagen die Unfallschwerpunkte? Wir betrachten in diesem Beitrag die Entwicklung des Unfallgeschehens.

Unfallzahlen gestiegen, aber kein Todesfall

Entwicklung der relativen Verteilung der Unfälle im Geschäftsgebiet der HFUK Nordzoom
Entwicklung der relativen Verteilung der Unfälle im Geschäftsgebiet der HFUK Nord

Im Geschäftsgebiet der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord sind die Unfallzahlen in den Feuerwehren gestiegen. Gemeldet wurden insgesamt 2.380 Fälle und damit 58 Fälle mehr als im Jahr 2018. Zuständig war die HFUK Nord für 1.608 Unfälle (Vorjahr: 1.549), d.h. 59 Fälle mehr. Glücklicherweise war im Jahr 2019, anders als in 2018, kein einziger Todesfall zu verzeichnen. Durch die große Trockenheit und den heißen Sommer waren viele Feuerwehren mit zahlreichen Einsatzkräften insbesondere beim Waldbrand in der Nähe von Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) über eine lange Zeit im Einsatz. Unfälle hat es hier, anders als erwartet, jedoch nur sehr wenige gegeben. Auch die Unfallschwere war glücklicherweise überwiegend gering. Insgesamt sind die Unfallzahlen bei der Brandbekämpfung im Vergleich zum Vorjahr sogar deutlich zurück gegangen (79 Unfälle weniger). Die Kosten hingegen haben sich um durchschnittlich 12 % pro Unfall erhöht.

Stark gestiegen sind die Unfallzahlen bei dienstlichen Veranstaltungen mit 107 Unfällen und beim Übungs- und Schulungsdienst mit 39 Unfällen mehr als im Vorjahr. Auch im Zusammenhang mit dem Dienstsport gab es 32 Unfälle mehr. Die durchschnittlichen Kosten pro Unfall sind dabei jedoch gesunken. Insbesondere bei den Unfällen im Zusammenhang mit dienstlichen Veranstaltungen verringerten sich die Kosten um 27 % pro Unfall. Bei den dienstlichen Veranstaltungen stieg die Zahl der im Zusammenhang mit Zeltlagern und Jugendfeuerwehrfreizeiten stehenden Unfälle um 50 Unfälle im Vergleich zum Vorjahr. Von den 336 Unfällen im Zusammenhang mit dienstlichen Veranstaltungen ereigneten sich 177 Unfälle im Bereich der Jugendfeuerwehr.

Unfallstatistik der HFUK Nord 2019zoom

Auch wenig spektakulär klingende Unfallereignisse, wie das Umknicken, können zu schwerwiegenden Verletzungen führen. Zu den fünf teuersten Fällen im Jahr 2019 gehören zwei Unfälle, die sich durch Umknicken ereigneten. In einem Fall führte das Umknicken zu einem Knöchelbruch, in einem anderen zu einem Riss der Achillessehne. Der Bereich Stolpern, Ausrutschen und Stürzen zählt zu den größten Unfallschwerpunkten, wobei der Unfallmechanismus „Umknicken“ die meisten Kosten verursachte. Auch das Verdrehen von Kniegelenken verursachte sehr hohe Kosten. Dies zeigt, wie wichtig es ist, auf einen sicheren Auftritt zu achten.

Auch im Jahr 2019 kam es zu etlichen Fällen von Rauchgasvergiftungen. Hier ist die Zahl von 54 im Vorjahr auf 60 Unfälle gestiegen. Teilweise standen oder arbeiteten die Feuerwehrangehörigen ohne Atemschutz längere Zeit im Rauch. Häufig wurden drehende Winde als Ursachen angeführt. Insbesondere wenn geschildert wurde, dass sich die verunfallte Person längere Zeit ungeschützt im Rauch aufgehalten hat, muss künftig mehr am Bewusstsein der Feuerwehrangehörigen gearbeitet werden, um Vergiftungen zu vermeiden.

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