Sichere Motorsägenausbildung: Baumbiegesimulator an Kreisfeuerwehrverband übergeben

15.01.2016

Der KFV Ostholstein hat einen Baumbiegesimulator in Dienst gestellt. Das Gerät soll helfen, die Sicherheit bei Motorsägearbeiten zu erhöhen. Der Simulator wurde am 9. Januar 2016 an der Kreisfeuerwehrzentrale Lensahn an den Verband übergeben. Die HFUK Nord bezuschusste die Beschaffung im Rahmen ihres Förderprogrammes.

Kreiswehrführer Thorsten Plath (Mitte) freut sich über die Indienststellung des Baumbiegesimulators für die Motorsägenausbildung. Die Kreisausbilder für die Motorsägenlehrgänge des KFV Ostholstein Björn Mougin (links) und Manuel Kramp (rechts) erläutern die Funktionsweise des Gerätes.zoom
Kreiswehrführer Thorsten Plath (Mitte) freut sich über die Indienststellung des Baumbiegesimulators für die Motorsägenausbildung. Die Kreisausbilder für die Motorsägenlehrgänge des KFV Ostholstein Björn Mougin (links) und Manuel Kramp (rechts) erläutern die Funktionsweise des Gerätes.

Der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Ostholstein hat einen Baumbiegesimulator in Dienst gestellt. Das Gerät kommt bei der Ausbildung der Motorsägenführer zum Einsatz und soll helfen, die Sicherheit bei Motorsägearbeiten zu erhöhen. Der Simulator wurde am 9. Januar 2016 an der Kreisfeuerwehrzentrale Lensahn an den Verband übergeben. Die HFUK Nord bezuschusste die Beschaffung im Rahmen ihres Förderprogrammes. Kreiswehrführer Thorsten Plath freut sich über das neue Ausbildungsgerät und dankte der Feuerwehr-Unfallkasse für die Unterstützung. 

Förderung als besondere Maßnahme der Unfallverhütungsarbeit
Die HFUK Nord bietet den Kreis- und Stadtfeuerwehrverbänden als Träger der Ausbildung in den Freiwilligen Feuerwehren eine Fördermöglichkeit bei der Beschaffung von sogenannten Baumbiegesimulatoren an. Die HFUK Nord sieht das Üben an den Simulatoren als sinnvolles und wichtiges Ausbildungselement für Motorsägenführerinnen und Motorsägenführer und befürwortet die Förderung der Anschaffung von Baumbiegesimulatoren als besondere Maßnahme der Prävention. Eine gezielte Förderung durch die HFUK Nord soll erreichen, dass ein Anreiz entsteht, dieses Hilfsmittel möglichst flächendeckend für die Ausbildung zur Verfügung zu stellen.

Unfallgefahren beim Motorsägeneinsatz
Arbeiten mit der Motorkettensäge zählen zu den gefährlichen Tätigkeiten und bedürfen einer besonders sorgfältigen Ausbildung. Vor allem beim Bearbeiten von Bäumen, die unter Spannung stehen, entstehen besondere Gefahren. Die Feuerwehren werden mit diesen Situationen z.B. bei Sturmeinsätzen konfrontiert. Die witterungsbedingten Einsätze der Feuerwehren nehmen weiter zu, die Feuerwehren werden immer häufiger mit Motorkettensägen tätig. Somit steigen auch die Unfallgefahren bei Sturmeinsätzen.
Das Unfallgeschehen bei Motorsägearbeiten ist zwar quantitativ eher gering, jedoch sind die Unfallfolgen in der Regel schwerwiegend. So ereignete sich bei einem Sturmeinsatz im Herbst 2014 ein Unfall im Geschäftsgebiet der HFUK Nord, bei dem ein Feuerwehrangehöriger von einem Baumstamm getroffen wurde und Kopfverletzungen erlitt. Bei einem ähnlichen Unfall in Niedersachsen erlitt ein Feuerwehrangehöriger tödliche Verletzungen.

Kreisausbilder Manuel Kramp demonstriert die Arbeitsweise am Baumbiegesimulator. Das Gerät ist mobil und kann vor Ort in den Wehren oder direkt im Wald eingesetzt werden.zoom
Kreisausbilder Manuel Kramp demonstriert die Arbeitsweise am Baumbiegesimulator. Das Gerät ist mobil und kann vor Ort in den Wehren oder direkt im Wald eingesetzt werden.

Gerade das Arbeiten an Holz, welches unter Spannung steht, ist oft nicht Bestandteil von Lehrgängen für Motorsägenführerinnen und Motorsägenführer, weil es an Ausbildungshilfen wie sogenannten Baumbiegesimulatoren mangelt. Die Ausbildung an dem Baumbiegesimulator gibt den Feuerwehrangehörigen die Möglichkeit, unter Anleitung und im geschützten Rahmen, am vorgespannten Baum den Einsatz der Motorkettensäge zu üben und die richtige Schnitttechnik zu erlernen. Diese Möglichkeit des relativ geschützten Schnitts, schafft ein Gefühl für die Gefahr, die bei falsch ausgeführten Sägearbeiten für den Feuerwehrangehörigen entstehen kann.

Vorstand der HFUK Nord beschließt Richtlinie
Der Vorstand der HFUK Nord hat im Jahr 2015 einer Richtlinie zur Förderung der Beschaffung von Baumbiegesimulatoren zugestimmt. Die Höhe und Zuteilung  der Förderung richtet sich z.B. nach Anzahl der Nutzer und ist abhängig von geografischen Besonderheiten. Sie kann zwischen 3.000 bis maximal 10.000 Euro betragen. Die Fördermöglichkeit besteht zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren ab dem Jahre 2016.

Weiterführende Informationen erhalten Sie von Christian Heinz, E-Mail: heinz@hfuk-nord.de; Tel.-Nr. 0431/990748-12.

Die Beschaffung des Baumbiegesimulators des KFV Ostholstein wurde durch die HFUK Nord mit 3.000 Euro bezuschusst, zudem beteiligte sich ein Sponsor an den Anschaffungskosten. Den größten Anteil zur Anschaffung trägt der KFV Ostholstein. 

Kreisfeuerwehrverband Ostholstein integriert Baumbiegesimulator in die Motorsägenausbildung
„Der neue Baumbiegesimulator des Kreisfeuerwehrverbandes Lensahn wurde sogleich in den Ausbildungsbetrieb integriert. Dafür wurden die Lehrpläne aktualisiert und angepasst. In 2016 sind derzeit fünf Ausbildungslehrgänge „Motorsägenführung“ für ca. 130 – 140 Teilnehmende geplant, davon drei Grundlehrgänge und zwei Fortbildungslehrgänge“, berichtet Kreiswehrführer Thorsten Plath. „Sieben Kreisausbilder stehen für die Lehrgänge zur Verfügung. Die Ausbildung kann an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Lensahn erfolgen, an den Standorten der Wehren oder direkt im Wald. Dafür ist der Baumbiegesimulator mobil und kann als Anhänger an ein Zugfahrzeug angekuppelt werden“, erläutert Plath weiter.

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