Körperliche Leistungsfähigkeit bei Atemschutzgeräteträgern: FUK Mitte veröffentlicht Studie und Film

03.12.2015

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte hat im Jahr 2014 eine Studie zum Thema „G26.3 und körperliche Fitness“ in Zusammenarbeit mit der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) durchführen lassen.

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Atemschutzgeräteträger sind besonderen Belastungen ausgesetzt.

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte (FUK Mitte) hat im Jahr 2014 eine Studie zum Thema „G26.3 und körperliche Fitness“ in Zusammenarbeit mit der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) durchführen lassen. Inhaltlich wurden auftretende Belastungen bei feuerwehrtypischen Tätigkeiten wissenschaftlich untersucht und bewertet. Die Ergebnisse liefern Aufschluss darüber, inwiefern sich apparativ objektiv gemessene Daten von subjektiv wahrgenommenen Belastungen hinsichtlich der Herzfrequenz unterscheiden. Ziel der Untersuchung war es, die Atemschutzgeräteträger für Belastungsgrenzen zu sensibilisieren.

Das Belastungsspektrum eines Feuerwehrangehörigen ist vielfältig, insbesondere für Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger. Doch welche Anforderungen werden an die Fitness von Feuerwehrleuten gestellt, um im Ernstfall gewappnet zu sein?

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte hat diesbezüglich eine Studie durchführen lassen. In einem 3-Stufen-Test auf dem Ergometer, im Brandcontainer und während einer Brandsimulation wurden die Feuerwehrangehörigen verschiedenen körperlichen Belastungen ausgesetzt und sollten im Anschluss das persönliche Belastungsempfinden selbst einschätzen.

Nach dem Brandcontainer müssen die erschöpften Atemschutzgeräteträger ihre Kleidung ablegen und regenerieren.zoom
Nach dem Brandcontainer müssen die erschöpften Atemschutzgeräteträger ihre Kleidung ablegen und regenerieren.

Gerade unter Atemschutz werden Feuerwehrleute häufig an ihre Belastungsgrenzen geführt. Deshalb ist es wichtig, dass in erster Linie Einsatz- und Führungskräfte gleichermaßen für die hohen Anforderungen während eines Brandeinsatzes sensibilisiert werden.

Der Studienleiter und zugleich Fachkraft für Gesundheitliche Prävention der FUK Mitte, Christian Wunder, empfiehlt in diesem Kontext, so oft wie möglich Übungseinsätze durchzuführen. Auf diese Weise lassen sich die eigene, aktuelle Kondition sowie der Umgang mit Einflüssen wie Hitze, Verqualmung, Dunkelheit und Schutzausrüstung besser beurteilen.

Die Ergebnisse des Tests sind in der "Brandschutz - Deutsche Feuerwehr-Zeitung" in der Oktoberausgabe 2015 nachzulesen. Die Studie kann bei der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte angefordert werden.

Parallel zur Studie wurde ein sehenswerter Film entwickelt: „Fit für die Brandbekämpfung“, gibt Einblicke über Belastungsanforderungen in Brandsituationen. Hier gelangen Sie zur Seite der FUK Mitte und können den 7-minütigen Film anschauen, alternativ können Sie den Film auch über den YouTube-Kanal der FUK Mitte ansehen.

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