Seminar für Führungskräfte stand im Zeichen der Rückengesundheit

09.04.2013

Am 22. und 23. März fand für die Kreis- und Stadt-Sicherheitsbeauftragten sowie Kreis- und Stadtwehrführer aus dem gesamten Geschäftsgebiet der HFUK Nord das Sicherheitsbeauftragten-Seminar in der Sparkassenakademie in Kiel statt.

Die Teilnehmer testen auf dem Parcours ihre Koordinationsfähigkeit.
Die Teilnehmer testen auf dem Parcours ihre Koordinationsfähigkeit.
Mit der Sprungwaage werden die Kräfte simuliert, die auf den Körper bei einem Sprung aus geringer Höhe z.B. aus einem Feuerwehrfahrzeug wirken.
Mit der Sprungwaage werden die Kräfte simuliert, die auf den Körper bei einem Sprung aus geringer Höhe z.B. aus einem Feuerwehrfahrzeug wirken.

Am 22. und 23. März fand für die Kreis- und Stadt-Sicherheitsbeauftragten sowie Kreis- und Stadtwehrführer aus dem gesamten Geschäftsgebiet der HFUK Nord das Sicherheitsbeauftragten-Seminar in der Sparkassenakademie in Kiel statt. Im Rahmen der Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über Rückenbelastungen zu informieren und zugleich ihre Körperstabilität in einem Praxisparcours unter Beweis zu stellen.

Besonders der erste Veranstaltungstag wurde dazu genutzt, für unterschiedliche rückenbelastende Situationen im Feuerwehrdienst und deren Folgen zu sensibilisieren. Nach dem Fachvortrag zu richtigen Hebe- und Tragetechniken im Feuerwehrdienst wurde das Seminar mit einem ersten Praxisteil bereichert. Unter Anleitung des Sportwissenschaftlers Jens-Oliver Mohr führten die Teilnehmer Ausgleichsübungen zur Mobilisation und Kräftigung des Rückens durch. Im Anschluss erhielten alle die Möglichkeit, ihre Mobilität und Stabilität an unterschiedlichen Rückenübungsstationen persönlich unter Beweis zu stellen. Verschiedene Wackelbretter, eine Sprungwaage zur Simulation von auf den Körper einwirkenden Kräften bei Sprüngen aus geringer Höhe und ein Altersanzug zur Simulation einer unbeweglichen, alternden Person (Alterszunahme +40 Jahre) veranschaulichten und sorgten gleichermaßen für Erstaunen bei den Feuerwehr-Führungskräften. Spätestens nach dem zweiten Praxisteil wurde den Teilnehmern deutlich, welche Bedeutung die Rückenstabilität im Feuerwehrdienst hat und inwiefern physische aber auch psychische Faktoren den Rücken beeinflussen können.


Richtiges Maß an Be- und Entlastung für den Feuerwehrdienst entscheidend

Mit diesem besonderen Aktionstag beteiligte sich die HFUK Nord an der neuen Kampagne der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) „Denk an mich. Dein Rücken“ und konnte gezielt bei den Beteiligten auf das Thema Rückengesundheit aufmerksam machen. Es wurden viele Informationen und auch praktische Anwendungen aufgezeigt. Dabei wurde die Kernbotschaft „Das richtige Maß an Belastung hält den Rücken fit“ verdeutlicht und im wahrsten Sinne des Wortes „verkörpert“. Somit konnte auch das Ziel der Kampagne eindeutig vermittelt werden: Die Belastungen für den Rücken während des Feuerwehrdiensts zu verringern. Denn wer sich richtig be- und entlastet, stärkt seinen Rücken, und damit sein Körperzentrum, langfristig für alle Herausforderungen des Lebens.