PKW explodiert nach schwerem Unfall: Zehn Feuerwehrangehörige verletzt

04.09.2014

Bei einem Feuerwehreinsatz sind am 15. August 2014 im Landkreis Segeberg (Schleswig-Holstein) zehn Feuerwehrangehörige verletzt worden, fünf von ihnen erlitten schwere Verletzungen.

Der Flüssiggastank des Unfallwagens wurde durch die Explosion 30 Meter auf den Acker geschleudert. Foto: Wolfgang Glombik, Lübecker Nachrichtenzoom
Der Flüssiggastank des Unfallwagens wurde durch die Explosion 30 Meter auf den Acker geschleudert. Foto: Wolfgang Glombik, Lübecker Nachrichten

Bei einem Feuerwehreinsatz sind am 15. August 2014 im Landkreis Segeberg (Schleswig-Holstein) zehn Feuerwehrangehörige verletzt worden, fünf von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Die Einsatzkräfte waren zu einem Verkehrsunfall gerufen worden, bei dem ein PKW in Brand geraten war und plötzlich explodierte. Das Fahrzeug war mit einem Flüssiggastank ausgerüstet. Die Ermittlungen zur Unfallursache sind noch nicht abgeschlossen.

Der Unfall ereignete sich auf einer Landstraße nahe der Ortschaft Rohlstorf. Ein PKW war von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Anschließend ging er in Flammen auf. Der Fahrer wurde durch den Aufprall im Fahrzeug eingeklemmt und tödlich verletzt. Alarmiert wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Rohlstorf und Krems II, die mit zehn Feuerwehrangehörigen zum Einsatz ausrückten. Am Unfallort angelangt wurde sofort ein Löschangriff aufgebaut. Unmittelbar darauf kam es zur Explosion des Unfallwagens. Der Tank der Flüssiggasanlage wurde dabei 30 Meter entfernt auf den angrenzenden Acker geschleudert.

Alle zehn eingesetzten Feuerwehrangehörigen erlitten durch die Explosion Verletzungen. Fünf von ihnen wurden schwer verletzt und haben vor allem Verbrennungen an Händen und Gesichtern davongetragen. Mit mehreren Rettungshubschraubern wurden sie nach Hamburg und Lübeck in Spezialkliniken transportiert. Ihnen stehen langwierige Behandlungen bevor, Lebensgefahr besteht glücklicherweise bei keinem der Betroffenen.

Ein Polizist untersucht das Unfallfahrzeug. Foto: Wolfgang Glombik, Lübecker Nachrichtenzoom
Ein Polizist untersucht das Unfallfahrzeug. Foto: Wolfgang Glombik, Lübecker Nachrichten

Die Umstände des Unfalles werden durch die Polizei und Sachverständige untersucht. Als Ursache der Explosion wird nach ersten Erkenntnissen ein nicht funktionierendes Überdruckventil an dem Flüssiggastank vermutet. Die Untersuchungen dahingehend sind aber noch nicht abgeschlossen, d.h. die Explosionsursache steht noch nicht endgültig fest. Die zuständige Feuerwehr-Unfallkasse HFUK Nord hat unmittelbar nach Bekanntwerden des Unglücks das Feststellungsverfahren sowie Maßnahmen zur Unfalluntersuchung eingeleitet. Zwei Mitarbeiter der HFUK Nord waren wenige Stunden später vor Ort und führten erste Ermittlungen durch.

Den betroffenen Feuerwehrangehörigen wird umfangreiche Hilfe durch die HFUK Nord zuteil. Die Feuerwehr-Unfallkasse trägt alle Kosten für die Heilbehandlung. Darunter fallen beispielsweise die Krankenhauskosten für die Intensivbehandlung in den Schwerbrandverletzten-Zentren. Die Kosten für den Rettungstransport, der mit Rettungswagen und mit Rettungshubschraubern erfolgte, sowie die umfassende Rehabilitation der verunglückten Feuerwehrangehörigen wird ebenfalls übernommen. Weiterhin haben die Unfallverletzten Anspruch auf Mehrleistungen und die Übernahme von Reisekosten durch die HFUK Nord. Zudem wurden von der Feuerwehr-Unfallkasse Leistungen zur Haushaltshilfe und zur Betriebshilfe eingeleitet. Bei einem der betroffenen Feuerwehrangehörigen handelt es sich um einen Landwirt.

Mit Sicherheit kann davon ausgegangen werden, dass die Feuerwehrleute bei allem durch die schweren Verletzungen verursachten Leid doch einige Schutzengel hatten, denn sie trugen ihre Einsatzschutzkleidung. An den Stellen, die durch die Kleidung nicht bedeckt wurden (Hals, Gesicht) kam es zu den schweren Verbrennungen. Der Stellenwert einer hochwertigen Persönlichen Schutzausrüstung wird an diesem Beispiel besonders deutlich.

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