Einsatzbelastung hautnah erlebt: Seminar für G 26-Ärzte erstmalig durchgeführt

13.12.2013

Erstmalig hat die HFUK Nord eine Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte durchgeführt, die Feuerwehrangehörige nach dem Grundsatz G26 (Atemschutz) untersuchen. Bei vielfältigen praktischen Demonstrationen in der Kreisfeuerwehrzentrale Segeberg konnten die Mediziner die Einsatzbelastung der Feuerwehr hautnah erleben.

Dr. Paululat erklärt den Arbeitsmedizinern Ausrüstungsgegenstände, die die Atemschutzgeräteträger beim Innenangriff mit sich führen.
Dr. Paululat erklärt den Arbeitsmedizinern Ausrüstungsgegenstände, die die Atemschutzgeräteträger beim Innenangriff mit sich führen.
Der Atemschutztrupp beim Vorgehen in die Übungsanlage
Der Atemschutztrupp beim Vorgehen in die Übungsanlage

Erstmalig hat die HFUK Nord eine Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte durchgeführt, die Feuerwehrangehörige nach dem Grundsatz G26 (Atemschutz) untersuchen. Bei vielfältigen praktischen Demonstrationen in der Kreisfeuerwehrzentrale Segeberg konnten die Mediziner die Einsatzbelastung der Feuerwehr hautnah erleben. Einige ließen es sich nicht nehmen, einmal selbst in den Einsatzanzug zu schlüpfen und einen Pressluftatmer aufzusetzen. 

„Ziel unserer Fortbildung ist es aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen im Einsatz- und Übungsfall die Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehren körperliche Arbeit verrichten müssen“, so der wissenschaftliche Leiter der Veranstaltung, Dr. med. Stefan Paululat. In abwechslungsreichen Theorie- und Praxisblöcken wurde das Belastungsspektrum des Feuerwehreinsatzes vorgestellt. Die Ärztinnen und Ärzte konnten somit eine Vorstellung davon bekommen, was Körper und Psyche der Feuerwehrleute im Ernstfall leisten müssen. 

Das Seminar begann mit einer ausführlichen Darstellung gebräuchlicher Atemschutzgeräte und der Anforderungen an Atemschutzgeräteträger nach FwDV7. Eine weitere Theorieeinheit befasste sich mit den möglichen Konsequenzen aus der ärztlichen Bescheinigung. Danach ging es zum praktischen Teil. Hier hatten alle Seminarteilnehmer nach einer Übungsstrecken-Demonstration durch drei Feuerwehrangehörige die Möglichkeit, sich selbst für den Einsatz „zu rüsten“: Vom Anziehen der Persönlichen Schutzausrüstung über das Heben und Tragen schwerer Ausrüstungsgegenstände bis hin zum schweißtreibenden Ausprobieren der Endlosleiter. „Selbst wenn es sich hier um Simulationen handelt, ist es gut nachvollziehbar, welch enormen physischen und psychischen Belastungen eine Feuerwehrfrau oder -mann ausgesetzt ist“, so das Fazit einer Teilnehmerin. 

Zusammenfassend konnte allen Fortbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern aufgezeigt werden, unter welchen Bedingungen ein Realeinsatz für die Feuerwehr ablaufen kann und welche gesundheitlichen Herausforderungen dies für die Einsatzkräfte bedeutet. Die Veranstaltung hatte sowohl für die Teilnehmer als auch für die Organisatoren und Referenten Premierencharakter. Für 2014 sind weitere Fortbildungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in Planung.

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