Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit fand in Frankfurt am Main statt: Ist eine Welt ohne tödliche Arbeitsunfälle möglich?

29.08.2014

In Frankfurt am Main hat vom 24.-27. August 2014 der „XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit - Globales Forum Prävention“ stattgefunden. Die Feuerwehr-Unfallkassen HFUK Nord und FUK Mitte waren mit mehreren Fachbeiträgen auf dem Weltkongress vertreten.

Rund 4.000 Arbeitsschutzexperten, Politiker und Wissenschaftler aus 139 Ländern diskutierten über Wege, Arbeit sicher und gesund zu machen. zoom
Rund 4.000 Arbeitsschutzexperten, Politiker und Wissenschaftler aus 139 Ländern diskutierten über Wege, Arbeit sicher und gesund zu machen.

In Frankfurt am Main hat vom 24.-27. August 2014 der „XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit - Globales Forum Prävention“ stattgefunden. Rund 4.000 Arbeitsschutzexperten, Politiker und Wissenschaftler aus 139 Ländern diskutierten über Wege, Arbeit sicher und gesund zu machen, um eine Welt ohne tödliche oder schwere Arbeitsunfälle zu schaffen. Gastgeber in diesem Jahr war die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Die Feuerwehr-Unfallkassen HFUK Nord und FUK Mitte waren mit mehreren Fachbeiträgen auf dem Weltkongress vertreten.

„Körperliche Unversehrtheit ist keine Frage der Rendite, sondern ein Menschenrecht.“ - Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. zoom
„Körperliche Unversehrtheit ist keine Frage der Rendite, sondern ein Menschenrecht.“ - Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

„Körperliche Unversehrtheit keine Frage der Rendite, sondern ein Menschenrecht“
Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, machte bei ihrer Eröffnungsrede deutlich, dass allen Verantwortlichen klar gemacht werden müsse, dass Arbeitssicherheit in Wirklichkeit Wettbewerbsvorteile bringe. „Körperliche Unversehrtheit ist jedoch nicht allein eine Frage der Rendite, sondern in erster Linie ein Menschenrecht“, sagte die Ministerin auch mit Blick auf verheerende Unglücke in Schwellenländern, in denen die reicheren Staaten produzieren lassen. Hier sieht sie auch die Unternehmen in der Pflicht: „Die Industrieländer müssen mehr für den Schutz von Arbeitnehmern weltweit tun und dürften nicht von den schlechten Arbeitsbedingungen in anderen Ländern profitieren“, forderte Andrea Nahles.

Reges Interesse herrschte am Posterstand der HFUK Nord. Die Fachbesucher informierten sich über die Aktivitäten der HFUK zur Reduzierung von S-R-S-Unfällen.zoom
Reges Interesse herrschte am Posterstand der HFUK Nord. Die Fachbesucher informierten sich über die Aktivitäten der HFUK zur Reduzierung von S-R-S-Unfällen.

HFUK Nord und FUK Mitte präsentierten eigene Projekte und virale Videoclips
Arbeitsschutzakteure aus der ganzen Welt nutzten den Kongress, um sich zu aktuellen Fachthemen auszutauschen und eigene Forschungsergebnisse und Projekte vorzustellen. Auch die HFUK Nord nutzte die Gelegenheit, um ihre Aktivitäten zur Prävention von S-R-S-Unfällen (Stolpern-Rutschen-Stürzen) auf dem Gobalen Forum Prävention zu präsentieren.

Beim gleichzeitig stattfindenden Internationalen Medienfestival für Prävention wurden Medienproduktionen rund um den Arbeitsschutz vorgestellt. Mit 290 Einsendungen aus 33 Ländern verzeichneten die Veranstalter einen bislang einmaligen Beteiligungsrekord. Gezeigt wurden auch die drei Videoclips „Ankommen! Statt umkommen.“, „Kreuz gesund! Statt Rücken rund.“ und „Gefahr übersehen kann ins Auge gehen!“, die von der HFUK Nord und der FUK Mitte als Beiträge zum Medienfestival eingereicht worden waren.

„Vision Zero“ nur gemeinsam erreichbar
„Eine Präventionskultur, die sich „Vision Zero“, also eine Welt ohne tödliche bzw. schwere Arbeitsunfälle als Ziel gesetzt hat, ist nur gemeinsam, in der Zusammenarbeit aller Länder, erreichbar“, sagte Kongresspräsident Dr. Walter Eichendorf zum Abschluss der viertägigen Veranstaltung in Frankfurt. Der XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014 habe deutlich gemacht, dass jede Kultur zu den Fragen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes eigene Werte und Problemlösungen anbieten könne. „Aber spätestens nach diesem XX. Weltkongress haben wir mit der Vision Zero eine gemeinsame Grundlage“, hielt Eichendorf fest.

Veranstaltet wird der Kongress alle drei Jahre von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (ISSA). Gastgeber des nächsten Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit wird im Jahr 2017 Singapur sein.


Einige Bildimpressionen vom XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014 finden Sie in der untenstehenden Bildergalerie:

HFUK NORD - Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord · erstellt von:online-werbung.de