Unfallstatistik der HFUK Nord veröffentlicht: Naturkatastrophen und der Übungsdienst Unfallursache Nr. 1

12.06.2014

Im Sicherheitsbrief Nr. 35 wurden die aktuellen Unfallstatistiken des vergangenen Jahres veröffentlicht.

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Die meisten Unfälle ereignen sich nach wie vor beim Übungsdienst.

Im Sicherheitsbrief Nr. 35 wurden die aktuellen Unfallstatistiken des vergangenen Jahres veröffentlicht: Wie viele Unfälle gab es im Bereich der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord? Bei welchen Tätigkeiten gab es Unfallschwerpunkte?

Das Jahr 2013 war ein ereignisreiches Jahr für die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg. Das zeigt auch die Unfallstatistik. Allein das Orkantief "Christian", das in der letzten Oktoberwoche 2013 über den Norden Europas zog und hunderte von Einsätzen verursachte, zu denen die Feuerwehren im Norden ausrücken mussten. Insgesamt sind der HFUK Nord 72 Unfälle im Zusammenhang mit den sturmbedingten Einsätzen angezeigt worden.

Gemeldet wurden der HFUK Nord im Jahr 2013 insgesamt 2.109 Unfälle. Bereinigt nach Abgaben auf Grund der Zuständigkeit und Ablehnungen liegt die Zahl der Unfälle, die sich bei den Freiwilligen Feuerwehren und den Jugendfeuerwehren ereignet haben bei 1.475 Unfällen, 30 Unfälle mehr als im Vorjahr. 

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Körperschäden nach versicherten Tätigkeiten 2013

Übungs- und Schulungsdienst weiter Unfallschwerpunkt bei der HFUK Nord
Beim Übungs- und Schulungsdienst hat sich im Geschäftsgebiet der HFUK Nord im Vergleich zu den Vorjahren prozentual nichts verändert, 32 % (458) aller Unfälle ereigneten sich hierbei. Damit bildet der Übungs- und Schulungsdienst den Unfallschwerpunkt. Hierzu zählen neben der regelmäßigen Standortausbildung insbesondere die feuerwehrtechnischen Wettkämpfe.

Betrachtet man nur Mecklenburg-Vorpommern, ergibt sich hier ein verschärftes Bild. Beim Übungs- und Schulungsdienst ereigneten sich hier 45 % (226) aller Unfälle. Im Rahmen von feuerwehrtechnischen Wettkämpfen ereigneten sich 57 % (130) der Unfälle beim Übungs- und Schulungsdienst. Auffällig ist hier die große Anzahl der Knieverletzungen (29 Unfälle) durch das Verdrehen, Prellen sowie Getroffen werden von Teilen. Zum Bereich der feuerwehrtechnischen Wettkämpfe gehören auch die häufig stattfindenden Übungen für diese Wettkämpfe.

In Schleswig-Holstein und Hamburg sind die prozentualen Anteile des Übungs- und Schulungs-dienstes mit 25 % der Unfälle zur Gesamtzahl fast identisch, ähnlich wie im Vorjahr. Allerdings gab es in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Unfallzahlen von insgesamt
37 % (42). Die Unfallzahlen sind dabei hauptsächlich bei den aktiven Feuerwehrangehörigen im Übungs- und Schulungsdienst sowie bei den Jugendfeuerwehrangehörigen im Zeltlager angestiegen. Dieser grobe Überblick zeigt den Sicherheitsbeauftragten und Leitungen der Feuerwehren, in welchen Bereichen vorrangig Unfallverhütungsarbeit geleistet werden sollte.

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