Verabschiedung: HFUK Nord-Geschäftsführer Lutz Kettenbeil geht zum Jahresende in Ruhestand

02.12.2014

Zum Ende des Jahres 2014 geht Lutz Kettenbeil, Geschäftsführer der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord, in den Ruhestand. Er leitete die Geschicke der Feuerwehr-Unfallkasse mehr als 25 Jahre.

Verabschiedung von Geschäftsführer Lutz Kettenbeil (Mitte), v.l.n.r. Roland Reime, Vorstandsvorsitzender  der HFUK Nord; Ehefrau Sabine Kettenbeil, Hans-Jürgen Berner, Vorsitzender der Vertreterversammlung; Gabriela Kirstein, stellvertretende Geschäftsführerin. (Foto: Holger Bauer)zoom
Verabschiedung von Geschäftsführer Lutz Kettenbeil (Mitte), v.l.n.r. Roland Reime, Vorstandsvorsitzender der HFUK Nord; Ehefrau Sabine Kettenbeil, Hans-Jürgen Berner, Vorsitzender der Vertreterversammlung; Gabriela Kirstein, stellvertretende Geschäftsführerin. (Foto: Holger Bauer)

Zum Ende des Jahres 2014 geht Lutz Kettenbeil, Geschäftsführer der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord, in den Ruhestand. Er leitete die Geschicke der Feuerwehr-Unfallkasse mehr als 25 Jahre. Am 28. November 2014 wurde Lutz Kettenbeil offiziell aus dem Dienst verabschiedet.

Viele Gäste und langjährige Weggefährten hatten sich dazu eingefunden, darunter Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Ministerialrat Andreas Fleck vom Sozialministerium Schleswig-Holstein, Landesbrandmeister Hannes Möller, Landesbereichsführer André Wronski, Ralf Thomsen, stellv. Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, sowie zahlreiche Kreis- und Stadtwehrführer aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Andreas Fleck würdigte die besonderen Leistungen Lutz Kettenbeils: „Er hat als Geschäftsführer jede sich bietende Chance für die Entwicklung der Feuerwehr-Unfallkasse genutzt: beim Aufbau in unserem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern und bei dem strategisch klugen Weg zur „Drei-Länder-Kasse“, die  2006 entstand – untrennbar verbunden mit seinem persönlichen Engagement. Die HFUK ist ein Beispiel gebender, Länder übergreifender und leistungsfähiger Sozialversicherungsträger geworden“, blickte Fleck zurück.

DFV-Präsident Hans-Peter Kröger hob besonders das Engagement Kettenbeils im Deutschen Feuerwehrverband hervor. „Als Fachbereichsleiter Sozialwesen hat er sich immer für die Belange der sozialen Absicherung der Feuerwehrangehörigen eingesetzt und ich bin froh, dass uns Lutz Kettenbeil in dieser Funktion noch eine Weile erhalten bleibt“, freute sich Kröger und fügte hinzu: „Es hat sich bewährt, dass der Fachbereich Sozialwesen durch die Feuerwehr-Unfallkasse besetzt wird. So soll es auch in Zukunft sein.“

Seinen beruflichen Werdegang begann Lutz Kettenbeil 1968 mit der Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei der Brandverhütungs- und Brandversicherungsanstalt, kurz Landesbrandkasse, der heutigen Provinzial-Versicherung. Die Feuerwehr-Unfallkasse war damals noch eine Abteilung der Landesbrandkasse. Nach erfolgreich abgeschlossenen Fort- und Weiterbildungen schlug er die Laufbahn zum höheren Dienst ein und wurde 1984 stellvertretender Geschäftsführer der Feuerwehr-Unfallkasse. Der Wechsel an die Spitze der FUK als Geschäftsführer folgte 1988.

Die darauffolgenden Jahre brachten viel Neues und viele Veränderungen. Als Errichtungsbeauftragter war Lutz Kettenbeil wesentlicher Motor des Aufbaus der Feuerwehr-Unfallkasse in Mecklenburg-Vorpommern, die dann 1996 mit der FUK Schleswig-Holstein zur FUK Nord fusionierte. Die Fusion mit der FUK Hamburg zur Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord erfolgte im Jahr 2006.

Lutz Kettenbeil hat in den Jahren, in denen er als Geschäftsführer in der Verantwortung stand, viel bewegt. Beispielsweise beruht das System der Sicherheitsbeauftragten in den Freiwilligen Feuerwehren auf seinen Initiativen, wie auch die Entschädigung unfallähnlicher Körperschäden. Einen großen Anteil hat er außerdem daran, dass die Feuerwehren ihre eigene Unfallverhütungsvorschrift behalten.

Für sein Engagement wurde Lutz Kettenbeil während seiner Laufbahn mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt bekam er für seine Arbeit im DFV im Juli 2014 vom Bundespräsidenten Joachim Gauck die Verdienstmedaille zum Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen, die durch den Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins, Torsten Albig, überreicht wurde.

Neben seiner Laufbahn bei der Feuerwehr-Unfallkasse stand Lutz Kettenbeil stets in enger Verbindung mit den Versicherten in den Freiwilligen Feuerwehren. Er engagierte sich ab 1971 ehrenamtlich in den Freiwilligen Feuerwehren Alt-Heikendorf, Kiel-Dietrichsdorf und Kiel-Wellsee. Zudem war er beim Stadtfeuerwehrverband Kiel viele Jahre verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Funktion des Pressesprechers hatte er auch beim Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein und beim Deutschen Feuerwehrverband über mehrere Jahre inne. Lutz Kettenbeil hat im Ehrenamt den Dienstgrad des Hauptbrandmeisters.

Lutz Kettenbeil übergibt den „Taktstock“ an Gabriela Kirstein. Sie wird ab 1. Januar 2015 Geschäftsführerin der HFUK Nord. (Foto: Holger Bauer)zoom
Lutz Kettenbeil übergibt den „Taktstock“ an Gabriela Kirstein. Sie wird ab 1. Januar 2015 Geschäftsführerin der HFUK Nord. (Foto: Holger Bauer)

Die Nachfolge von Lutz Kettenbeil ist geregelt. Zur neuen Geschäftsführerin hat die Vertreterversammlung die bisherige stellvertretende Geschäftsführerin Gabriela Kirstein gewählt. Sie tritt zum 1.Januar 2015 ihr neues Amt an.

Gabriela Kirstein nahm 1991 als erste Mitarbeiterin der FUK Mecklenburg-Vorpommern ihre berufliche Tätigkeit bei der Feuerwehr-Unfallkasse auf. 1999 wurde sie zur stellvertretenden Geschäftsführerin gewählt. Gabriela Kirstein ist ebenfalls langjähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Seit 1977 gehört sie der FF Rehna (LK Nordwestmecklenburg) an.

Im Kreise seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde Lutz Kettenbeil verabschiedet. Foto: Holger Bauerzoom
Im Kreise seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde Lutz Kettenbeil verabschiedet. Foto: Holger Bauer