Pilotprojekt "JFFit!"

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Pilotprojekt "JFFit!" – Auswertung ergibt: Jugendfeuerwehrleute wurden durch Sportprojekt fitter!

Mehr Puste, mehr Kraft – aber leider auch zu dick ...


Unter dem Projektlogo „JFFit!“ – „JugendfeuerwehrFit!“ startete die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord 2005 erstmalig ein Fitness-Projekt für die Jugendfeuerwehr. Nach dem Abschluss der sportwissenschaftlichen Auswertungen konnten nun die Ergebnisse vorgestellt werden: 

Die jungen Brandschützer wurden durch den wöchentlichen Sporttermin wesentlich fitter. Leider stellte sich aber auch heraus, das der Trend zum Übergewicht in der jüngsten Generation vor den Jugendfeuerwehren offenbar nicht halt macht.

Die Daten, die von Christian Pöhls und Anna-Lisa Faust vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Kiel erhoben worden sind, zeigen es eindeutig:

Die Aktion „JFFit!“ war erfolgreich. So konnte der Beweis erbracht werden, dass die zusätzliche wöchentliche Sportstunde bei der Jugendfeuerwehr die Leistungsfähigkeit merklich erhöht hat – und das gleich in mehreren Bereichen. 

So förderten die „JFFit!“-Trainingseinheiten bei denen, die sie regelmäßig besuchten, das Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitsvermögen. Die Grundeinstellung zu sportlicher Aktivität wurde zudem positiv beeinflusst. Allerdings kam es parallel zu einer Verschlechterung der Dehnfähigkeit. 

Einziger Wermutstropfen: Der Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher in den Jugendwehren ist in der untersuchten Kohorte als hoch einzuschätzen, während des Projektverlaufs nahm er teilweise sogar noch zu. 

Ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Zunahme an Übergewicht vor allem in jüngeren Generationen in Deutschland bedenkliche Ausmaße erreicht hat und nirgends halt macht – auch nicht vor den Jugendfeuerwehren.

Umso mehr muss in Zukunft Wert auf derartige Präventions- und Bewegungsangebote wie „JFFit!“ gelegt werden. Die Ergebnisse des Pilotprojektes haben auf jeden Fall gezeigt, dass es sich auszahlt, etwas für die persönliche Fitness zu tun und in der Jugendfeuerwehr sportlich aktiv zu sein. 

Neben dem vorbeugenden Effekt, Bewegungsmangel entgegenzuwirken, wachsen die zukünftigen Feuerwehrleute auch gleich mit der richtigen Grundeinstellung auf: Feuerwehrdienst und körperliche Fitness bilden eine Einheit. 

Zudem bietet gemeinsamer Sport Abwechslung im Jugendfeuerwehrdienst und auch der „Spaßfaktor“ ist nicht zu unterschätzen. Das Sportprojekt soll nun für weitere Jugendfeuerwehren angeboten und ausgeweitet werden – zusätzlich aber mit einer Komponente zum Thema „Gesunde Ernährung“.

„JFFit!“ wurde zusammen mit den Projektpartnern DRÄGER&HANSE Betriebskrankenkasse, dem Arbeitskreis für Unfallverhütung im Land Schleswig-Holstein e.V. sowie der Fa. arndt gesundheitsmanagement als wissenschaftlich begleitetes Sport- und Fitnessprogramm konzipiert. In Mecklenburg- Vorpommern und Schleswig-Holstein nahmen 14 Jugendfeuerwehren mit mehr als 200 Jugendfeuerwehrangehörigen an der Pilotphase des Projektes teil, welche 2005 und 2006 schuljahrbegleitend durchgeführt wurde. 

Die Schirmherrschaft für „JFFit!“ hat die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Gitta Trauernicht, inne.

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