Fragen & Antworten

 
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  • Absperrdienste

    Sind Feuerwehrangehörige bei Absperrdiensten (z.B. Straßenradrennen, Laternelaufen, Dorffeste usw.) versichert, auch wenn es sich nicht um eine FF-Veranstaltung handelt?

    Im Grunde genommen handelt es sich bei diesen Tätigkeiten nicht um originäre Aufgaben der Feuerwehr. Feuerwehren mit hoher Einsatztätigkeit sollen nicht zusätzlich belastet werden. Dennoch besteht Versicherungsschutz, wenn der Wehrführer die Durchführung solcher Dienste anordnet und die Ausführung überwacht. Erfolgt die Absperrung auf Anordnung der Polizei im Rahmen der Amtshilfe liegt ebenso eine hoheitliche Tätigkeit mit Versicherungsschutz vor.  

    Unbeachtet der hinzukommenden und unvertretbaren Unfallgefahren besteht für Angehörige der Jugendfeuerwehren kein Unfallversicherungsschutz für derartige Aktivitäten.

    siehe auch Verkehrsregelung

  • Abweg

  • Alarmierung

    Ist ein Feuerwehrangehöriger versichert, wenn er nach Alarmierung (Sirene, Meldeempfänger, Telefon) im häuslichen Bereich verunglückt? 

    Ausnahmsweise besteht Versicherungsschutz im häuslichen Bereich, wenn die gebotene Eile und Hast für den Unfall wesentlich (mit-) ursächlich ist. In der Regel beginnt der UV-Schutz jedoch erst mit Durchschreiten der Gebäudeaußenhaustür.  

  • Alkoholgenuss

    Führt Trunkenheit zum Verlust der Versicherungsschutzes?

    Grundsätzlich gilt: Kein Alkohol im Feuerwehrdienst! Nur wer durch übermäßigen Alkoholgenuss zur Durchführung einer vernünftigen und zweckgerichteten Arbeit nicht mehr imstande ist, steht nicht unter Versicherungsschutz. Der Versicherungsschutz geht verloren, wenn die Trunkenheit die rechtlich allein wesentliche Ursache des Unfalles ist. Dabei kommt es nicht auf die Höhe einer festgestellten Blutalkoholkonzentration (BAK-Wert) an. Bei Unfällen von angetrunkenen Motorrad- und Kraftfahrern wird der Alkoholgenuss als rechtlich allein wesentlich immer dann angenommen, wenn der Verkehrsteilnehmer absolut verkehrsuntüchtig ist und er nicht den Beweis antreten kann, dass andere Umstände den Unfall (wesentlich mit-) verursacht haben.  

  • Altersabteilung

    Sind Angehörige der Alters- und Ehrenabteilung auch noch versichert, wenn sie zum Feuerwehrdienst kommen? 

    Ja, denn sie tragen noch den blauen Rock. Jedoch ist es nicht gewollt, dass die Kameraden regelmäßig noch an den Diensten teilnehmen und Einsätze mitfahren. Die Altersbeschränkung stellt ein Schutz für die älteren Kameraden dar. Versicherungsschutz besteht dann, wenn Sie auf Einladung der Wehrführung zu bestimmten Anlässen eingeladen werden (Jahreshauptversammlung). Nun gibt es noch rüstige Rentner, wenn diese Aufgaben der Feuerwehr (in Ausnahme) wahrnehmen (z.B. Ausbildung, Geräte prüfen) und dies ausdrücklich auf Anordnung des Wehrführers ausüben, kann Versicherungsschutz bestehen.  

  • Arbeitsgerät

  • Arbeitskleidung (Einsatzschutzbekleidung)

    Ist der Feuerwehrangehörige beim An- und Ausziehen seiner Einsatzbekleidung versichert? 

    Das An- und Ausziehen von Kleidern und Schuhen ist im allgemeinen dem unversicherten Lebensbereich zuzuordnen. Da der Feuerwehrdienst eine besondere Kleidung voraussetzt, ist das Wechseln der Kleidung am Arbeitsort als versicherte Tätigkeit anzusehen. 

    Wie ist es jedoch, wenn Einsatzschutzbekleidung (auch Teile) im häuslichen Bereich angelegt wird? 

    In diesen Fällen besteht kein Versicherungsschutz, weil die Tätigkeit dem privaten unversicherten (häuslichen) Bereich zugerechnet werden muss. Muss sich der Feuerwehrangehörige zuhause in großer Eile ankleiden, weil der Alarm ihn dazu zwingt und erleidet er dadurch einen Unfall, besteht ausnahmsweise Versicherungsschutz. 

    Ist das Umkleiden aus dienstlichen Gründen als versicherte Tätigkeit anzusehen? 

    Muss die Dienstbekleidung notwendigerweise (z. B. wegen Durchnässung beim Einsatz, Ablegen des Einsatzschutzanzuges und Anlegen des Dienstanzuges) gewechselt werden, besteht auch auf den hierzu erforderlichen Wegen (z. B. zum Feuerwehrhaus, zur Wohnung) Versicherungsschutz.  

  • Arbeitsunfall

    Was ist ein Arbeitsunfall?

    Ein Arbeitsunfall ist eine Unfall, den ein Versicherter in ursächlichem Zusammenhang mit seiner (infolge) versicherten Tätigkeit erleidet. Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen (§ 8 SGB VII). Als Arbeitsunfälle gelten auch Wegeunfälle sowie Unfälle bei Verwahrung, Beförderung, Instandhaltung oder Erneuerung eines Arbeitsgerätes. Daneben gibt es noch Berufskrankheiten (§ 9 SGB VII).  

  • Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung - Prävention und Erste Hilfe

    Die Träger der Unfallversicherung haben in erster Linie die Aufgabe,

    • mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren als erweiteter Präventionsauftrag zu verhüten und für eine wirksame Erste Hilfe zu sorgen
    • nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Versicherten mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen und sie oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen.
     

  • Aufsichtsbehörde für die Kasse

    Mit der länderübergreifenden Vereinigung der früheren FUK Nord (Feuerwehr-Unfallkasse für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) und FUK Hamburg zur HFUK Nord wurde gemäß der Errichtungsverordnung zur Aufsichtsbehörde die für die Sozialversicherung zuständige oberste Landesbehörde des Landes Schleswig-Holstein bestimmt.. 

  • Ausbildung

  • Ausland

    Sind die Feuerwehrleute bei einem Auslandsaufenthalt versichert? 

    Versicherungsschutz besteht auch bei einem Einsatz der Feuerwehr im benachbarten Ausland (Dänemark, Polen) oder bei einer sonstigen versicherten Tätigkeit (z. B. im Ausland).  siehe Versicherte Tätigkeiten  

  • Bau eines Feuerwehrgerätehauses

    Sind Feuerwehrangehörige, die mit Zustimmung des Bürgermeisters beim Bau, Aus- oder Umbau eines Feuerwehrhauses freiwillig mithelfen, versichert? 

    Die Feuerwehrangehörige sind versichert, weil ein direkter Bezug zur Feuerwehr besteht. Beachte: es sollen sich nur um Arbeiten handeln, die einen kleinen Umfang haben. Der komplette Neubau ist gewiss nicht damit gemeint. Außerdem müssen weitere Unfallverhütungsschriften (UVV Bauarbeiten, Baustellenverordnung) die im Zusammenhang mit dem Bauen bestehen von der Feuerwehr beachtet werden. So z. B. besteht die Forderung nach einem Bauleiter.  

  • Beendigung des Feuerwehrdienstes in der FF

    Wie verhält es sich mit dem Versicherungsschutz, wenn der Feuerwehrangehörige zwar seinen Wohnsitz wechselt, aber weiterhin Dienst in der Feuerwehr seiner alten Wohnsitzgemeinde verrichtet? 

    Es besteht Versicherungsschutz, weil der Feuerwehrangehörige tatsächlich noch weiterhin aktiven Dienst in der Feuerwehr verrichtet. 

    Ist der Feuerwehrangehörige auch auf den Wegen von seiner neuen Wohnsitzgemeinde liegenden Wohnung zum Dienst versichert? 

    Auf den Wegen zum und vom Dienst besteht ebenfalls Versicherungsschutz. Daran ändert sich auch nichts, wenn sich die üblichen Wege durch den Wohnortwechsel ändern. 
    Bitte beachte: Es macht keinen Sinn, wenn der Feuerwehrangehörige sich soweit von der Feuerwehr entfernt, dass er die Teilnahme an Einsätzen nicht mehr wahrnehmen kann. Auch wird das Wegerisiko mit jedem Entfernungskilometer größer. Ist in der neuen Wohnortgemeinde eine Feuerwehr vorhanden, soll der Feuerwehrangehörige auch in diese Wehr wechseln. Ferner gelten dazu die Bestimmungen des Brandschutzgesetzes. 

  • Beerdigung, Hochzeit

    Besteht Versicherungsschutz bei der Teilnahme an Trauer- bzw. Hochzeitsfeiern für einen Kameraden? 

    Die Teilnahme an Trauer- und Hochzeitsfeiern sowie auch der Geburtstagsfeier aufgrund menschlicher Anteilnahme, gesellschaftlicher Bindung ist unversichert. Versichert sind jedoch die Feuerwehrangehörige, die zu einer solchen Feier vom Wehrführer abgeordnet werden. 

  • Betriebsausflüge, Betriebsveranstaltungen

  • Brandschutzgesetze

    Die gesetzliche Unfallversicherung wird geprägt durch die Ablösung der Unternehmerhaftung durch verschuldensunabhängige, öffentlich-rechtliche Versicherungsansprüche: Wer durch die Arbeit an seiner Person geschädigtwird, hat keinen Anspruch gegen seinen Arbeitgeber, dafür aber einen durchsetzbaren Anspruch gegen einen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Die im Feuerwehrdienst ehrenamtlich tätigen sind Mitglieder der Feuerwehr in der Einsatz-, Reserve- und Ehrenabteilung sowie der Jugendfeuerwehr. Träger der Freiwilligen Feuerwehr ist die Gemeinde im Sinne eines Unternehmers. Grundlage bilden die Brandschutzgesetze der Länder.

    • Schleswig-Holstein : Brandschutzgesetz (BrSchG) vom 10.02.96, zuletzt geändert durch Gesetz vom 01.01.2015
    • Mecklenburg-Vorpommern: Brandschutz und Hilfeleistungsgesetz MV (BrSchG) vom 03.05.2002, zuletzt geändert durch Gesetz vom 17.03.2009
    • Freie und Hansestadt Hamburg: Feuerwehrgesetz Hamburg (FeuerwG) vom 23.06.1986, zuletzt geändert durch Gesetz vom 02.12.2013
     
  • Dienstreisen, Dienstgänge

    Besteht bei Dienstgängen und auf Dienstreisen Versicherungsschutz?

    Dienstgänge und auf Dienstreise sind Teil der versicherten Tätigkeit und stehen daher unter Versicherungsschutz. 

    Wie ist die Rechtslage, wenn der Feuerwehrangehörige seine Dienstgeschäfte beendet hat und sich seiner Freizeitgestaltung zuwendet? 

    Auf Dienstreisen besteht keine Versicherungsschutz "rund um die Uhr". Unfälle, die sich in der Freizeit ereignen, sind keine Arbeitsunfälle. 

    Wie ist der Sachverhalt zu beurteilen, wenn auf einer Dienstreise oder einem Dienstgang private Tätigkeiten verrichtet werden? 

    Wenn der Weg in einen den Interessen der Feuerwehr und in einen privaten Interessen dienenden Teil aufgeteilt werden kann, ist nur der Teil des Weges unfallgeschützt, der den Interessen und Belangen der Feuerwehr dient. 
     

  • Durchgangsarzt/Unfallarzt

    Wie kann ich den Durchgangsarzt in meiner näheren Umgebung finden? 

    Die aktuelle Liste kann im Internet unter www.dguv.de/landesverbaende/de/datenbanken/index.jsp eingesehen werden.  

  • Eigenwirtschaftliche Tätigkeit

    Was versteht man unter eigenwirtschaftliche Tätigkeiten?

    Eigenwirtschaftliche Tätigkeiten sind Tätigkeiten, die zum Zwecke privater Interessen verrichtet werden und nicht dem Feuerwehrdienst hinzugerechten werden können. Zu den unversicherten eigenwirtschaftlichen Tätigkeiten zählen in der Regel Schlafen, Essen, Trinken, Besorgung von Zigaretten, Getränke usw..  

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FAQ2
HFUK NORD - Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord · erstellt von:online-werbung.de